Schnelles Internet: diese ersten beiden Kommunen im MK surfen bald mit Glasfaser

Eine der letzten Baustellen für schnelles Netz: Auch die Bauarbeiten für den Breitbandausbau an der Bahnhofstraße in Altena sind nun abgeschlossen.
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Eine der letzten Baustellen für schnelles Netz: Auch die Bauarbeiten für den Breitbandausbau an der Bahnhofstraße in Altena sind nun abgeschlossen.

In keiner anderen Kommune im Märkischen Kreis ist der Breitbandausbau so weit fortgeschritten wie in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Dort sind nämlich bereits alle Tiefbauarbeiten abgeschlossen. Sie waren die ersten beiden Kommunen, in denen am Millionen-Projekt schnelles Internet gearbeitet wurde. Allein für den Ausbau von Glasfasernetz in 42 Gewerbegebieten im MK gibt der Kreis 1,1 Millionen Euro aus. An Landesmitteln fließen nur dafür 4,3 Millionen Euro, um den Kreis für Unternehmen attraktiv zu machen und halten. „Eine leistungsfähige und zukunftssichere digitale Infrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für unseren Märkischen Kreis“, betont Landrat Marco Voge (CDU).

Die gute Nachricht: Die Hausanschlüsse in Altena und Nachrodt sollen zeitnah montiert werden, „so dass in diesen beiden Kommunen im ersten Quartal 2021 die Buchbarkeit der neuen Tarife ermöglicht werden soll“, teilt der Kreis mit. Die Rücklaufquote derjenigen Haushalte, die das schnelle Netz haben möchten, war hoch. In Altena lag die Quote bei 90,7 Prozent, in Nachrodt stieg sie nach einem zögerlichen Start auf letztlich 89,7 Prozent. Wer direkt zusagte, muss nichts für den Hausanschluss zahlen. Wer nun noch im Nachgang per Glasfaserleitung im Internet surfen möchte, muss einmalig 800 Euro an den Netzbetreiber zahlen.

„Weiße Flecken“ sollen verschwinden

Und auch die „weiße Flecken“ sollen noch verschwinden. Diese Einzellagen sowie Randbereiche außerhalb größerer Ortschaften – mehr als 4300 Privatadressen im MK sind unterversorgt – kommen beim Breitbandausbau ebenfalls zum Zuge. Ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von 30 Millionen Euro ist bereits bewilligt. Mit weiteren 27 Millionen Euro vom Land NRW und einem kommunalen Eigenanteil werden die Tiefbauarbeiten für diese „weißen Flecken“auf eine Länge von 1000 Kilometer im Kreis geschätzt. Für Altena listet der Kreis 254 „weiße Flecken“ auf, für Nachrodt-Wiblingwerde 83.

„Wir arbeiten mit Hochdruck daran und nehmen immer mehr Tempo auf. Das ist gut so, weil den Bürgerinnen und Bürgern das Thema zurecht unter den Nägeln brennt. Zahlreiche Anfragen dazu, die mich persönlich erreichen, belegen den Bedarf“, sagt Landrat Voge.

„Wir sind ehrgeizig“

Darüber hinaus sollen bei der Breitbandförderung 58 Schulen, acht Krankenhäuser und rund 2200 Gewerbeadressen im Kreis profitieren. „Wir sind ehrgeizig und möchten die europaweite Ausschreibung so schnell wie möglich abschließen, damit das Projekt noch 2021 starten kann“, sagt der Gigabitkoordinator beim Kreis, Sergej Rudsinski.

Das Fazit: Der Anteil der Gigabitversorgung im Märkischen Kreis steigt signifikant. „Etappenweise und ergänzend zum freien, zuständigen Telekommunikationsmarkt wird dann ein Großteil aller Haushalte mehr als 100 Mbit/s im Download haben, jede Adresse im Märkischen Kreis jedoch mindestens 30 Mbit/s“, fasst Rudsinski zusammen.

Infos und Kontakt

Alle Informationen und Anträge zum Thema Breitbandausbau im MK sind online unter www.maerkischer-kreis.de/breitband.php zu finden. Als Ansprechpartner stehen Sergej Rudsinski unter Tel. 0 23 51/ 9 66 68 21 und Thomas Hoheisel unter 0 23 51/9 66 68 31 zur Verfügung.

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