Schnelles Netz: Burggymnasium surft jetzt im Gigabit-Bereich

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Altena – Das Burggymnasium ist angekommen im schnellen Netz. Dort surfen Schüler und Eltern nach dem Ende der Sommerferien ab Montag im Gigabit-Bereich. Dabei war eigentlich nur eine Notlösung vorgesehen.

Altenas größte Schule verfügt zum Schulstart kommende Woche über einen Anschluss an das Gigabit-Netz und hat dann schnelles Internet im Haus. „Wir haben vor 18 Monaten zunächst im Schulausschuss und später im Rat den Medienentwicklungsplan für alle Schulen am Ort verabschiedet“, sagte Stadtkämmerer Stefan Kemper bei einem Termin der Schule. „Das digitale Aufrüsten unserer Schulen ist eine Pflichtaufgabe, die uns das Land aufgegeben hat“, fügte er an. 

Bis 2022 soll die entsprechende Netzinfrastruktur an allen örtlichen Schulen hergestellt sein. Doch es gab an der Bismarckstraße ein Problem: Zwar verfügt das Rathaus seit Kurzem über einen Gigabit-Netz-Anschluss der Telekom, „aber für die Schule war der erst einmal nicht vorgesehen“, sagte Kemper. 

Man habe deshalb ernsthaft überlegt, zu einer Notlösung zu greifen. „Wir wollten eine Funkstrecke vom Bürgerbüro Markaner Richtung BGA einrichten, um dieses technische Problem zu überbrücken.“ Dann trat Versorger Enervie auf den Plan. „Man hat uns angeboten, das zu regeln“, sagte er erfreut. 

Schnelles Internet zum Schulstart: Darüber freuen sich am Burggymnasium Jörg Laskowski (Enervie), Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper (unten v.l.) und Melanie Blümel (BGA), Ronald Ludwig (Enervie) und Jost Ritzenhoff (BGA) sowie Stadtkämmerer Stefan Kemper (hinten von links.

Das Unternehmen, das bekanntlich zu 80 Prozent in kommunaler Hand ist, führte Arbeiten an der 10 Kv-Station an der Bahnhofstraße durch. Von dort werden Teile des Stromnetzes, ganz besonders die Fernsehversorgung, gesteuert. Enervietechniker bliesen in vorhandene Leitungen in Richtung Bismarckstraße zusätzlich ein Mikrokabel ein. Es enthält 72 Fasern, die technische Voraussetzung für ein Gigabit-Netz. „Das war schon alles“, sagt Kemper. „Wir haben aus einer Notsituation heraus eine Spitzenlösung entwickelt.“ 

Weiter gelegt wurde dieser Anschluss ab BGA auch in Richtung Kreishäuser I und II. Dort ist aber noch nichts technisch umgesetzt worden, wie Kreissprecher Hendrik Klein auf Anfrage bestätigte.

Was bringt die Möglichkeit eines turbo-schnellen Internets jetzt der Schule? Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper erinnerte an den sukzessiven Ausbau aller Computer-Fach- und Klassenräume. „Wir haben vor Ort schon eine gute IT-Infrastruktur. Darauf wird jetzt aufgesattelt.“ 

Große Baumaßnahmen innerhalb der Schule sind deshalb nicht nötig. Umgesetzt wird die Aufrüstung durch Techniker der Südwestfalen IT in Hemer (früher: Citkomm), die mit dem Austausch einiger Hardwarekomponenten zu Beginn des kommenden Jahres beginnen und alles auf den neuesten technischen Stand bringen. Langfristig soll zudem ein WLAN-Netz errichtet werden, das jeden Klassen- und Fachraum erreicht. Dafür gelten aber besondere Sicherheitsaspekte, damit niemand von außen Zugriff auf schulinterne Daten hat.

 Ob im Fremdsprachen-, Physik- oder Chemieunterricht: Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper gab gestern viele Beispiele, wie „digitaler Unterricht“ schon heute am BGA praktiziert und wie sich die Schule der Zukunft an weiter ständig verändern wird. Bewährt hat sich bereits, dass die Stadt im vergangenen Jahr als Schulträger alle BGA-Klassen mit Beamern ausgestattet hat. „Dafür sind wir ebenfalls sehr dankbar“, sagte BGA-Medienbeauftragte Melanie Blümel. 

Obwohl das BGA Altenas größte Schule ist, bevorzugt wird das Gymnasium deshalb nicht. Stellvertretender Verwaltungschef Stefan Kemper sagte: „Auch die anderen Schulen werden nach und nach im Rahmen des Digitalisierungsprogramms der Stadt einen schnelleren Internetzugang und eine moderne Netzwerkverkabelung erhalten.

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