Ausbau der Breitbandversorgung hat begonnen

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4000 Haushalte können einen kostenlosen Glasfaseranschluss bekommen.

Altena –Wer möchte schnelles Internet?  Der geförderte Ausbau der Breitbandversorgung hat in Altena begonnen. In der Rahmede laufen die Tiefbauarbeiten bereits, in vielen anderen Stadtteilen soll es bald losgehen.

Die Burgstadt zählt damit zu den ersten Kommunen im Märkischen Kreis, die durch Glasfaserkabel flächendeckend schnelles Internet bekommen sollen. Den Ausbau übernimmt die Telekom. Wir beantworten die wichtigsten Fragen. 

Was bringt der Breitbandausbau und warum ist er wichtig? 

Die Verlegung der neuen Glasfaserkabel hat in erster Linie ein Ziel: schnelleres und stabileres Internet. „Glasfaserleitungen sind weniger störungsanfällig als die alten Kupferleitungen“, erläuterte Telekom-Mitarbeiter Ralf Engstfeld bei einer Ortsbegehung am Kalkofenweg. Dort wird gerade auf einer Länge von 900 Metern die neue Leitung verlegt. Das Förderprogramm des Bundes sei nicht nur für jüngere, technikaffine Menschen von Interesse, erklärte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein: „Jeder, der jetzt die Möglichkeit hat, sollte sich einen Glasfaseranschluss ins Haus legen lassen.“ In der Umrüstung sieht Hollstein mittel- bis langfristig auch eine Maßnahme für den Werterhalt oder sogar die Wertsteigerung einer Immobilie. „Wer kein Internet braucht, kann den Anschluss hinterher einfach im Keller belassen, ohne ihm weiter Beachtung zu schenken.“ Die gravierendste Veränderung, die Glasfaserkabel mit sich bringen, liegt in der Geschwindigkeit. Die Bandbreite erhöht sich von knapp 60 auf bis zu 1000 MBit pro Sekunde – die Internetverbindung wird also deutlich schneller. 

Was kostet die Aufrüstung den Bürger? 

Die Stadt hat Briefe an die Haushalte verschickt, die für den Breitbandausbau in den Fördergebieten in Frage kommen. Eine Antwort darauf muss bis zum 15. Juni an die Telekom geschickt werden. Wer sich an diese Frist hält, bekommt den Glasfaseranschluss kostenfrei. „Bisher sind 68 Prozent der verschickten Anträge positiv zurückgekommen“, sagt Marvin Berg vom Tiefbauamt der Stadt. Er hoffe darauf, dass sich die Quote bis Mitte Juni auf 80 bis 90 Prozent erhöhen werde. Zwar ist es auch nach Ablauf der Frist noch möglich, sich einen Anschluss ins Haus legen zu lassen, dann kostet der Umbau den Hausbesitzer aber rund 800 Euro. 

Wie läuft das Neuverkabeln ab?

 Sobald die Glasfaserleitung in der Straße liegt, müssen die Haushalte daran angeschlossen werden. Der Tiefbauunternehmer, am Kalkofenweg zum Beispiel die Firma Born aus Hilchenbach, informiert die Anwohner darüber, wie und wann ihr Haus angeschlossen werden soll. In der Rahmede läuft Christian Nießen dafür von Tür zu Tür. Die Glasfaserleitung wird bis in den Keller verlegt. Dafür wähle man stets den wirtschaftlichsten Weg, erklärte Nießen. „Die aktive Mitwirkung der Immobilieneigentümer ist wichtige Grundvoraussetzung“, unterstrich Ralf Engstfeld. Denn: „Es sind Umbauarbeiten an und in jedem Haus notwendig.“ In der Regel dauerten diese Arbeiten aber nur einen Tag. Werden gepflasterte Flächen geöffnet oder Blumenbete umgegraben, um mit der Glasfaser in den Keller zu gelangen, richten die Tiefbauer diese Flächen nach Abschluss der Arbeiten wieder so her, wie sie zuvor waren. Das versicherte zumindest Christian Nießen. Das schnelle Internet wird wohl frühestens Mitte 2021 in den dann neu angeschlossenen Häusern verfügbar sein, schätzt die Telekom. 

In welchem Umfang kommt die Glasfaser nach Altena?

 „Rund 80 Kilometer Tiefbau, 340 Kilometer Glasfaser und 90 Glasfaserverteiler sorgen nach Fertigstellung für höhere Bandbreiten“, beziffert die Telekom in einer Mitteilung. Etwa 2300 Grundstücke, beziehungsweise 4000 Haushalten könnten – wenn alle benachrichtigten Altenaer den geförderten Ausbau beantragen – einen kostenlosen Glasfaseranschluss bekommen. Der Startschuss für den Ausbau fiel schon im April – in der Rahmede. Im Mai sollen Nettenscheid sowie die Ortsteile Evingsen und Dahle folgen. Ab Juni soll es auch in Rosmart losgehen. Die Gesamtbauzeit schätzt die Telekom auf 24 Monate.

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