Schneevergnügen: Ordnungshüter haben neuralgische Punkte genau im Blick

Gut besucht: der Wanderparkplatz in der Nähe des Abzweigs Großendrescheid in Wiblingwerde.
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Gut besucht: der Wanderparkplatz in der Nähe des Abzweigs Großendrescheid in Wiblingwerde.

Die Sauerländer drängt‘s nach draußen - in den Schnee. Viele Regionen rund um Altena und Nachrodt sind sehr gut besucht. Die Ordnungshüter haben ein Auge drauf und fürchten weiteren Ansturm.

Altena/Nachrodt – Bei Lüdenscheid-Nord beginnt das Sauerland: Gerade im Winter verlassen viele Ausflügler an dieser Ausfahrt die A 45, um die Schneelandschaft zu genießen. An der L 692, also der Verbindung zwischen Lüdenscheid und Wiblingwerde, führte das bereits zu Parkproblemen. Sogar eine Löschwasserentnahmestelle sei zugeparkt gewesen, berichtet Sebastian Putz vom Nachrodt-Wiblingwerder Ordnungsamt.

In der Doppelgemeinde war der Ausflugsverkehr am Montagmorgen (4. Dezember) Thema im Corona-Krisenstab. „Wir sind unterwegs und behalten das im Auge“, sagte Putz anschließend. Falschparker müssten mit Knöllchen rechnen, im Zweifel werde auch abgeschleppt.

Großendrescheid: Lage noch entspannt

Die Gegend ist „Dreiländereck“: Nachrodt-Wilblingwerde, Schalksmühle und Altena stoßen dort aneinander. Im Altenaer Ordnungsamt war Wintertourismus bisher noch kein Thema. Man sei aber durchaus sensibilisiert und werde handeln, wenn es irgendwo zu zuviel Andrang komme, sagte Ulrike Anweiler auf Anfrage.

In ihren Aufgabenbereich fällt vor allem die Ortschaft Großendrescheid. „Hier ist noch alles ruhig“, meldet der dortige Gastwirt Karl Friedrich Spelsberg. Auch am Wochenende sei der Zustrom von Ausflüglern überschaubar gewesen, obwohl bekannte Orte im sauerland völlig überlaufen waren und teilweise abgeriegelt wurden. Spelsberg: „Zugeparkt war hier nichts.“ Auch am Kohlberg tummeln sich viele Ausflügler.

Es sei ja nichts dagegen einzuwenden, wenn Leute spazieren gehen oder Schlitten fahren würden, meint Anweiler. Voraussetzung sei natürlich, dass die Abstandsregeln eingehalten würden. Putz sieht das im Grunde ähnlich, meint aber auch: „Es ist immer wichtig, vor der Lage zu sein.“

Nach Sperrungen: Angst vor noch mehr Ausflüglern

Deshalb werde die Doppelgemeinde das Geschehen genau beobachten und einschreiten, sobald das notwendig wird. „Wir können jederzeit Platzverweise aussprechen“, sagt er. Das werde auch geschehen, wenn es beispielsweise auf Rodelhängen zu voll werde.

„Vor der Lage“ ist bereits die Gemeinde Schalksmühle. Sie hat nicht nur eine der beliebtesten Rodelwiesen in diesem Gebiet, nämlich die bei der Ortschaft Winkeln, gesperrt, sondern auch die Halteverbotszonen an der L 692 deutlich ausgeweitet, um für das Wochenende gewappnet zu sein. Angesichts des anhaltend winterlichen Wetters rechnet man in Schalksmühle erneut mit vielen Tagestouristen. Auch Lüdenscheid hat einen neuralgischen Punkt schon gesperrt.

Putz sieht die Sperrung mit gemischte Gefühlen: „Die Ausflügler ziehen so lange ihre Kreise, bis sie was gefunden haben“, hat er beobachtet und befürchtet deshalb, dass Wiesen und Parkplätze der Doppelgemeinde jetzt noch stärker frequentiert werden könnten.

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