Schneelast noch nicht gefährlich

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Eisfall statt Fallrohr: Weil Dachrinnen zugefroren sind, sucht sich das Schmelzwasser vielfach andere Wege.

ALTENA - Schon im vergangenen Winter hat viel Schnee gelegen – damals ging die Stadt auf Nummer sicher und beauftragte den Statiker Paul Ricker damit, die Dächer im Eigentum der Stadt unter die Lupe zu nehmen. Der kennt sich also aus und kann, was die derzeitige Situation angeht, Entwarnung geben: „Im Moment droht noch keine Gefahr“, sagte er auf AK-Anfrage. Anders sieht die Situation in Lüdenscheid aus, wo Gebäude gesperrt und Dächer geräumt werden müssen.

Rein optisch liegt der Schnee inzwischen gar nicht mehr so hoch. Daraus ließen sich aber keine Rückschlüsse ziehen, warnte Ricker. Anfangs liege der Schnee locker-flockig auf den Flachdächern, um dann mehr und mehr zu komprimieren.

Untere Schicht taut

Hinzu komme, dass die unterste Schicht taue, dann aber oft wieder zu Eis werde. Ergebnis: Zehn Zentimeter Schnee können genauso schwer sein wie 30 Zentimeter.

Ein ernstes Problem nicht nur für die Stadt, sondern auch für viele Hausbesitzer sind die inzwischen vielfach völlig vereisten Dachrinnen. Schmelzwasser kann dadurch nicht mehr ordentlich abfließen, es sucht sich andere Wege.

Kapitale Eiszapfen

Das führt nicht nur zu kapitalen Eiszapfen, sondern auch zu dem seltenen Phänomen, dass das Wasser vielfach außen an den Fallrohren abfließt und dort zu imposanten Eisgebilden gefriert.

von Thomas Bender

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