Wintereinbruch und Wetterwarnung

Schnee und Eis in Altena und Nachrodt: Laster karren ganzes Haus an - und stecken fest

Wintereinbruch: Schnee und Eis in Altena und Nachrodt
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Der Winter hat Altena und Nachrodt fest im Griff.

Schnee und Glätte regieren im MK. In Altena und Nachrodt ist der Winterdienst im Dauerstress. Und trotzdem ist es extrem glatt. Das juckte ein Laster-Gespann wenig, das ein ganzes Haus nach Altena karrte. Ohne Erfolg.

Update vom 8. Februar, 16.43 Uhr: Von Schnee und Glätte ließ sich ein Lkw-Fahrer nicht beeindrucken. Er karrte ein Fertighaus auf einem Tieflader nach Altena. Auch ein weiterer Lkw und ein Kran fuhren vor – ausgerechnet zum steilen Hegenscheider Weg.

„Das war schon eine sportliche Aktion, die die Fahrer vorhatte“, sagt Ordnungsamtsleiterin Ulrike Anweiler. Das Haus kam zwar gut an, musste aber gleich wieder den Rückweg antreten, bestimmten Vertreter des Ordnungsamtes.

Laster steckt fest: Bauhof muss ihn freischaufeln

Abladen und Baustart „wären durch die Schneelage nicht möglich gewesen“, sagt Anweiler. Es habe durch den Wintereinbruch weder genügend Platz gegeben, noch hätten es die Straßenverhältnisse zugelassen.

Wintereinbruch: Hier gibt‘s die Bilder

Wintereinbruch in Altena und Nachrodt

Wintereinbruch: Schnee und Eis in Altena und Nachrodt
Wintereinbruch: Schnee und Eis in Altena und Nachrodt
Wintereinbruch: Schnee und Eis in Altena und Nachrodt
Wintereinbruch: Schnee und Eis in Altena und Nachrodt
Wintereinbruch in Altena und Nachrodt

Das bekam einer der Fahrer selbst zu spüren. Sein Laster steckte nämlich fest. Ein Trupp des Bauhofs musste anrücken und ihn freischaufeln. Die Stadt machte den Fahrern das Angebot, ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Langen Kamp abzustellen, bis die Wetterlage einen neuen Versuch zulässt. Doch das nahmen sie nicht an. Nachmittags waren die Lkw aus der Burgstadt verschwunden. Ziel: unbekannt.

Keine Unfälle in Altena und Nachrodt

Update vom 8. Februar, 12.34 Uhr: Schnee und Glätte beherrschen die Straßen. Kaum sind die Räumfahrzeuge gefahren, ist die Fahrbahn wieder zugeschneit. Und: Durch die frostigen Minustemperaturen gefriert der Untergrund sofort. Die gute Nachricht: Trotzdem hat es bislang keine Unfälle gegeben. Zwischen Sonntag, 18 Uhr, und Montag 12 Uhr „hat es in Altena und Nachrodt keinerlei Unfälle gegeben“, sagt Kreispolizeisprecher Marcel Dilling.

Update vom 7. Februar, 15.06 Uhr: Einsatz beendet für die Feuerwehr Altena: Mehrere Bäume waren auf die L692 und die Zufahrt zum Großendrescheid gestürzt. Die Retter der Feuerwache und der Löschgruppe Drescheid rückten um 12 Uhr aus. „Insgesamt 14 Bäume wurden beseitigt und die Straße gereinigt“, sagt Feuerwehr-Sprecher Patrick Slatosch. Ein Schneepflug von Straßen.NRW half. Der Einsatz aber um 14.30 Uhr beendet und die Straße wieder frei.

Die Feuerwehr Altena entfernte Bäume von der L692 und Zufahrt Großendrescheid.

Update vom 7. Februar, 13.40 Uhr: Ein Notarzt-Einsatzfahrzeug hat sich in der Rahmede festgefahren: Am Nüggelnstück steckte es auf abschüssiger Straße fest und kam weder vor noch zurück. Die Kräfte der hauptamtlichen Wache rückten aus und halfen mit einem Fahrzeug, den Notarztwagen wieder zu befreien.

Update vom 7. Februar, 13.28 Uhr: Vorsicht ist auf der L 692 geboten: Die Landstraße ist extrem glatt. Mehrere Auto haben sich zwischen Rennerde und Eilerde festgefahren.

Die Feuerwehr Altena entfernte Bäume von der L692 und Zufahrt Großendrescheid

Update vom 7. Februar, 12.54 Uhr: Massiv gefordert sind die Mitarbeiter des Baubetriebshofs in Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Alle 24 Mitarbeiter sind seit 7 und bis 20 Uhr mit der gesamten Fahrzeug-Flotte im Dauereinsatz. Die erste Fahrt durch beide Gemeinden dauert bis zum Mittag. Ab 16 Uhr werden nochmal alle Straßen abgefahren.

Bis die Nebenstraßen einmal frei waren, dauert es allerdings. „Mit dem Schneepflug dauert eine Fahrt einfach deutlich länger“, sagte Straßenmeister Detlef Kalupka. Ein weiteres Problem: „Bei den intensiven Schneefällen sind die Straßen teilweise zehn Minuten, nachdem der Schneepflug sie geräumt hat, wieder weiß“, sagte Kalupka.

Bergfelder Weg: Auto rutscht in Schutzplanke

Update vom 7. Februar, 11.45 Uhr: Einen Unfall bei schneeglatter Fahrbahn gab es in der Nacht zum Sonntag am Bergfelder Weg in Altena. Wie die Polizei berichtet, geriet das Auto eines Fahrers (25) aus Werdohl dort bergab ins Rutschen, als der Fahrer in einer Linkskurve bremsen wollte. Der Wagen rutschte geradeaus in eine Leitplanke. Der Werdohler wurde nicht verletzt, der Schaden liegt bei rund 3150 Euro.

Sonntag, 7. Februar, 8.28 Uhr: Schnee, Eis und Graupel haben den MK im Griff. Doch die Lage auf den Straßen ist entspannt: Die Polizei im MK spricht den Bürgern ein großes Lob für „sehr diszipliniertes und umsichtiges Verhalten aus“. In der Zeit von Samstag, 21 Uhr, bis Sonntag, 7.30 Uhr gab es 22 Einsätze im MK, die mit dem Wetter zusammenhingen.

Es passierten sechs Verkehrsunfälle mit einem Gesamtschaden von etwas mehr als 30.000 Euro, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Auf der A45 zwischen Lüdenscheid und Meinerzhagen wurde die Glätte einem Autofahrer zum Verhängnis.

Eis und Schnee: „Alles ruhig“ in Altena und Nachrodt

In Altena hingegen ist „alles ruhig geblieben“, wie Feuerwehrsprecher Patrick Slatosch sagt. Es gab in der Nacht keine Einsätze in der Burgstadt. Die Zugführer und Wachleiter hatten sich am Samstagabend um 18 Uhr in einer Videokonferenz beraten, bei einigen Fahrzeugen wurden vorsorglich Schneeketten aufgezogen. Ausrücken mussten diese bislang nicht.

Im Vorfeld hatte die Feuerwehr überlegt, einige Gerätehäuser zu besetzen, sich dann aber auch „mit Blick auf Corona“ dagegen entschieden. „Das hätten wir ad hoc gemacht, wenn es ein großes Einsatzaufkommen gegeben hätte“, sagt Slatosch.

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