Eichen am Hügelweg unter Schneelast zusammengebrochen / Rahmede gesperrt

Schneebruch in der Rahmede - Straße gesperrt

Eine drei Tonnen schwere Wurzel konnte nur mit einer großen Baggerschaufel vom Fleck bewegt werden. Selbst mit diesem Gerät brauchte es mehrere Anläufe, um die Überbleibsel der massiven Eiche zu beseitigen. Fotos: Hornemann

Altena -  Für Feuerwehr, Ordnungsamt, Baubetriebshof und Mitarbeiter der Firma Müller ging die Nacht zu Samstag früh zu Ende: Am Hügelweg hatte Schneebruch mehrere Eichen zu Fall gebracht, die nicht nur die dortige Zuwegung, sondern auch die Rahmedestraße blockierten. Der Verkehr zwischen Altena und Lüdenscheid blieb bis mittags lahmgelegt.

Welch massive Schäden die Schneelast den Bäumen zugefügt hatte, zeigte sich allein beim mühsamen Abtransport einer einzigen Baumwurzel: Der herbeigerufene Bagger bekam die drei Tonnen schwere und vor allem unförmige Last kaum zu packen. Wie dünne Streichhölzer waren die Baume am Hügelweg umgeknickt und zogen weitere darunter wachsende Kronen und Stämme in Mitleidenschaft. Eine Eiche landete quer auf der Rahmedestraße.

Weil die Gefahr, das weitere Bäume abstürzen konnten, groß war, richteten die Einsatzkräfte mit Hilfe der Polizei eine Sperre für den Verkehr ein. Nur Linienbusse wurden durchgelassen, sobald der Motorsägentrupp wieder ein Stück vorangekommen und der Abtransport einzelner großer Holzstücke möglich war. Fahrern kleinerer Gefährte blieb nichts anderes übrig, als zu wenden und wieder in Richtung Altena oder Lüdenscheid weiterzufahren. ,,Wenn hier gesägt wird, können wir keine Fahrzeuge durchlassen”, erklärte Ordnungsamtsmitarbeiter Michael Sonntag. ,,Zu gefährlich für alle Beteiligten!”

Auch per Seil wurde eine Einsatzkraft der Feuerwehr in die Höhe gehievt, um zwei verkantete Kronen auseinanderzusägen. Leitplanken wurden zwischenzeitlich entfernt, um die Einsatzstelle oberhalb der Rahmedestraße zugänglich zu machen. Auch der Kopf einer Straßenlaterne wurde vorsorglich abmontiert, um ihn vor Beschädigungen zu bewahren - er nützte ohnehin nichts mehr, denn die Stromkabel für die Straßenbeleuchtung waren durch das Herabstürzen der Bäume zerteilt worden. ,,Licht gibt’s da wohl erst nächste Woche wieder”, erklärte Michael Sonntag, der mit Stefan Wille den Einsatz koordinierte.

Bis in den Nachmittag hinein waren die Helfer mit Schneiden, Beseitigen, Absichern und der Regelung des Verkehrs beschäftigt. In Gänze konnte keine einzige der umgestürzten Bäume abtransportiert werden. Ob das Holz noch zu etwas nützlich sein kann, wird sich zeigen: Die massiven Stücke werden zunächst zwischengelagert. Schaden haben sie an Menschen zum Glück nicht angerichtet: Als der erste Baum auf die Straße fiel, befanden sich zum Glück weder Autofahrer noch Fußgänger an der Unglücksstelle.

von Ina Hornemann

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