Schlecker schließt vier Läden

Am 24. März ist für die drei Schlecker-Filialen Schluss. Die Filiale Dahle bleibt vorerst erhalten.

ALTENA ▪ Seit Mittwoch ist die „Streichliste“ der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker offiziell. Zu den rund 2000 Filialen, die bundesweit von bisher 5400 Geschäften geschlossen werden, gehören auch drei in Altena. Hier ist in den Verkaufsstellen Lennestraße, Am Stapel und Bergfelder Weg (Breitenhagen) sowie in Nachrodt an der Hagener Straße am 24. März endgültig Schluss.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen vier Verkaufsstellen wurden am Dienstag vom Unternehmen über die vorläufigen Schließungspläne informiert. Zunächst nicht betroffen von diesem Schritt des Insolvenverwalters ist der Standort an der Hauptstraße in Dahle.

Heute werden alle Altenaer und Nachrodter Mitarbeiter von 8 Uhr bis 14 Uhr nach Hagen fahren, um sich auf einer Betriebsversammlung zu informieren. Während die Verkaufsstelle Lennestraße geschlossen bleibt, sorgen 400-Euro-Kräfte in den drei anderen Filialen für ein Weiterlaufen der Geschäfte.

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Die betroffenen Mitarbeiter schwiegen entweder ganz zu den ihnen vorgestellten Plänen oder gaben sich wortkarg. „Schauen wir mal, ich denke, wir werden auf der Betriebsversammlung noch etwas Konkreteres hören“, sagte eine Frau, die namentlich nicht genannt werden wollte. Sie klammert sich, wie weitere Kolleginnen, ein wenig an die Auskunft aus der Konzernzentrale und des Insolvenzverwalters, dass es sich bei den Schließungsfilialen zunächst noch um vorläufige Pläne Schlecker schließt vier Läden handele. Neben Informationen, wann der jeweilige Markt geschlossen wird, hat Schlecker gegenüber den Mitarbeitern noch einmal deutlich erklärt, dass die Schließung einer Verkaufsstelle nicht zwangsläufig mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht. Allerdings ließ Arndt Geiwitz, der vorläufige Insolvenzverwalter, auch erklären, dass die wirtschaftlich unvermeidlichen Entlassungen durch einen Sozialplan abgefedert würden. Dazu laufen bereits Gespräche mit dem Schlecker-Gesamtbetriebsrat sowie der Gewerkschaft Verdi.

Hatten alle Altenaer und die Nachrodter Filiale noch vor Tagen einen Brief „Ihrer Familie Schlecker“ ins Fenster gehängt, in dem neben dem Dank für langjährige Treue auch der Appell stand, doch weiter bei Schlecker einzukaufen, erhielten die Geschäfte gestern in ausreichender Menge rote, gut sichtbare Aufkleber für die Fenster: „Da wir die Filiale am 24. März schließen, nehmen wir leider keine Aufträge mehr an, die zur Abholung in der Filiale beauftragt werden.“

Von den Kunden verabschieden sich die Altenaer und Nachrodter Schlecker-Läden durch Rabattaktionen. So können zahlreiche Artikel mit Preisabschlägen von 30 bis 50 Prozent erworben werden. Nicht so allerdings in Dahle. Doch auch hier geht Schlecker mit Rabatt-Angeboten auf seine Kunden zu. So soll der kommende Samstag, 17. März, zum „Schnäppchensamstag“ werden, bei dem es bis zu 20 Prozent Rabatt auf diverse Artikel gibt. ▪ job

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