Schlechtwetter und Kompaniefest halten zahlreiche Gäste fern

Harter Regen und harte Konkurrenz fürs Kneipenfest

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Die Musikfans genossen die Gigs in gemütlicher Atmosphäre und rockten auch mal ab.

Altena - Altenas Wirte mussten beim Kneipenfest „Altena by night“ in diesem Jahr tapfer sein: Strömender Regen und eine große Konkurrenzveranstaltung durch die Schützen der Kompanie Mühlendorf hielten in diesem Jahr hunderte von Stammgästen von der Partymeile fern. Die gebuchten Bands allerdings spielten auch vor kleinem Publikum.- „Dieses Jahr haben wir halt Wohnzimmeratmosphäre“, brachte es Café-Betreiberin Nilüfer Seker auf den Punkt.

Für das Café Nostalgie mit seinen gemütlichen Sofas und Sesseln galt das tatsächlich: Die Kuschellounge wollten die Fans von „Any Beat Counts“ partout nicht hergeben, obwohl sie das beliebte Duo eigentlich nur von hinten sehen konnten. Die Musiker mischten sich kurzerhand mitten in ihre Zuschauer und auch DJ O-Tunezz stand für die Besucher bereits in den Startlöchern. Für eine Tanzfläche war gesorgt, verdursten und verhungern musste an diesem Abend auch niemand.

Auf dem Weg stadtauf- und stababwärts blieben die Partybesucher diesmal sehr unter sich: Strömender Regen ließ die Lennestraße leer bleiben – kein Vergleich zu den vorangegangenen Veranstaltungen, bei denen Gäste gedrubbelt vor den Kneipen auf Einlass warteten und den Markaner in einen lebendigen Abendboulevard verwandelten.

Wohnzimmer mit Zapfhahn und Live-Musik

Dafür war es diesmal nicht trocken genug. „Schade“, befand auch Café-Ko-Wirt Dimi, der mit der „Wohnzimmerband“ diesmal einen Tipp von Freunden gebucht hatte, die die Combo aus dem Dortmunder Raum kannten. „Die Veranstaltung im Mühlendorf gräbt uns echt viel Publikum ab“, bedauerte er. Die Laune ließ er sich trotzdem nicht verderben, ebensowenig wie sein Publikum, das den angenehmen Klängen des Cover-Trios lauschte, Cocktails und Bier genoss.

Im kleineren Kreis wurde auch in den Gaststätten Lennekai mit den Rockern von „Homefield Four“ und im Café zur Burg gefeiert. Sylvia Frahm hatte wieder ihr angestammtes Bluesrock-Publikum bedient, indem sie „Red Rooster“ eingeladen hatte. Frahm zeigte sich sehr enttäuscht vom gesamten Organisationsablauf: „Die Terminüberschneidung ist das eine. Aber das Fest ist auch sehr schlecht beworben worden. Ich habe erst heute am Veranstaltungstag die Plakate bekommen, die hier seit Wochen hängen sollten. Um die Werbung für meine Band bei Facebook habe ich mich auch selbst kümmern müssen. Ob ich noch mal mitmache, weiß ich nicht...“

Sokratis Agnantis, Wirt der Kuzina, beklagte sich nicht: Sämtliche Tische waren besetzt, die Gäste speisten lecker und gut gelaunt zur Musik von „Greek Life“.

Lücken waren in diesem Jahr durch die Ausfälle der Gaststätten Talstation und Hotel am Markt entstanden, wo in den Vorjahren auch Live-Musik erklang. Vermisst wurde auch der gewohnt gute Musikgeschmack von Hardy Frahm, dessen Kneipe am Markaner seit wenigen Monaten geschlossen ist. „Hardy hatte immer super gute Bands!“ erinnerten sich seine Stammkunden am Samstag wehmütig zurück.

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