Schlechte Noten für den Altenaer Bahnhof

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Dreckig und wenig einladend: Der Bahnhof Altena.

ALTENA - „Der Fahrgast hat ein Anrecht auf Sauberkeit. Aber unsere unabhängigen Prüfer haben in drei Qualitäts-Erhebungen am Bahnhof Altena ganz erhebliche Mängel festgestellt.“ Diese ernüchternde Bilanz zieht Klaus Pusch vom Zweckverband Nahverkehr-Westfalen-Lippe (ZRL).

74 Bahnhöfe der Region wurden im September 2010, dann im März 2011 und noch einmal im September 2011 unter die Lupe genommen. Bewertet wurden die Bereichen Kundeninformation (Beschilderung, Fahrplan, Liniennetzplan, Uhr, Vitrinen), die technischen und baulichen Anlagen wie etwa Beleuchtung, die Aufenthaltsqualität (Wetterschutz, Sitzgelegenheit, Abfallbehälter) und das Gesamt-Erscheinungsbild (Sauberkeit, Graffiti). Und da fiel Altena glatt durch. Zweimal gab es ein „nicht ausreichend“ – die schlechteste Note – und nur einmal noch mit Hängen und Würgen ein „noch so gerade akzeptabel.“ Obwohl der Zweckverband kein offizielles Ranking der 74 Bahnhöfe vornahm, gibt es intern sehr wohl eine Liste. „Sie können davon ausgehen, dass Altena da unter die letzten gekommen ist“, sparte Pusch nicht mit weiterer Kritik. Dem ZRL-Sprecher sind die Sanierungspläne rund um den Bahnhof von Bund, Land und Deutsche Bahn „sehr wohl bekannt“. Und sein Verband bringe für die erneute Verschiebung der Modernierungsmaßnahmen, die jetzt bekanntlich erst 2014 beginnen sollen, „kein Verständnis auf.“ Einzig in Sachen Graffiti sehen die Prüfer in Altena einen kleinen Silberstreifen am Horizont. Hier habe sich die Situation gegenüber der letzten Bewertung „geringfügig verbessert.“

Der Zweckverband wird jetzt auf der Grundlage seiner Ergebnisse mit konkreten Forderungen zur Verbesserung der Qualität an die zuständige DB Station & Service zugehen. Man erwarte, dass die Bahn handele.

Noch einmal legte Pusch nach: Die fehlende Sauberkeit am Bahnhof Altena sei auf keinen Fall hinnehmbar, da müsste sich bereits kurzfristig etwas im Sinne der Bahnreisenden tun.

von Johannes Bonnekoh

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