Schlange Wartender am Bürgerservice: Ordnungsamt greift ein

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Etliche Bürger standen am Markaner an, um etwas beim Bürgerservice zu erledigen.

Altena – Nach gut 15 Wochen Corona-Zwangspause war am Mittwoch ein Besuch des Bürgerservices  ohne Termin  erstmals möglich. Doch der Start lief schief.

Zum ersten Mal nach gut 15 Wochen konnten Bürger den Bürgerservice am Markaner am Mittwoch ohne Termin besuchen – theoretisch jedenfalls. 

Praktisch hat es nämlich nicht geklappt: Es bildete sich eine lange Schlange. Längst nicht alle, die gekommen waren, konnten während der vorgesehenen Öffnungszeiten (9 bis 12 Uhr) bedient werden. 

Auf anderen Tag vertröstet

Das Ordnungsamt schaltete sich ein und bat die Wartenden, möglichst an einem anderen Tag wiederzukommen. Ansonsten riskiere man, trotz stundenlanger Wartezeit am Ende doch kein Einlass zu bekommen, weil die Servicezeit zuende ist, erklärte man den Bürgern und musste sich manches böse Wort anhören. 

So etwas sei im Vorfeld befürchtet worden, sagte Stefan Kemper, der stellvertretende Chef der Stadtverwaltung: „Da ist bei den Leuten sicherlich einiges liegen geblieben, was sie jetzt endlich erledigen wollen.“ Er bat die Altenaer um Verständnis dafür, dass die Kapazitäten des Bürgerservices begrenzt seien und appellierte, vorerst nur mit wirklich unaufschiebbaren Angelegenheit zum Stadtpavillon am Markaner zu kommen. 

Terminpflicht eine Option

Die Verwaltungsspitze werde für den Rest der Woche beobachten, wie sich die Situation entwickelt, kündigte Kemper zudem an. 

Zeige sich keine Entspannung, werde eine Rückkehr zur Terminvergabe geprüft. In anderen, größeren Kommunen sei das völlig unabhängig von Corona gang und gäbe, wusste er zu berichten. 

In Dortmund zum Beispiel könne man auch in normalen Zeiten ohne Termin weder ein Führungszeugnis beantragen noch seinen Ausweis verlängern. Unter Umständen müsse man darüber nachdenken, ob man eine solche Regelung auch in Altena einführen sollte. Das würde allerdings erfordern, dass ein System zur Onlineanmeldung eingeführt wird. 

Personalengpass ein Problem

Die Lage im Bürgerservice ist auch wegen der dortigen Personalsituation sehr angespannt. Gestern arbeitete im Stadtpavillon nur ein einziger Sachbearbeiter. Seine Kollegin ist erkrankt, eine frisch eingestellte Mitarbeiterin trat gestern zwar ihren neuen Job an, muss aber erst noch eingearbeitet werden. Zwischen vier und sechs Vorgängen pro Stunde schaffe ein Mitarbeiter im Bürgerservice im Schnitt, wussten Insider zu berichten.

Ärger hatte es bereits vor Kurzem gegeben, weil der Bürgerservice schlecht erreichbar war.

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