Schläge gegen Frau und Kind

ALTENA ▪ Immer wieder werden Menschen Opfer häuslicher Gewalt. Immer wieder müssen sich die Gerichte mit diesem Thema auseinandersetzten. So auch das Altenaer Amtsgericht. Hier wurde ein 36-jähriger Mann jetzt zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt, weil er seine Lebensgefährtin attackiert hatte.

Weil sich die 23-Jährige geweigert hatte, mit ihrem Mann zu schlafen, war der ihr Mitte April im Bett auf den Bauch gesprungen, hatte sie gewürgt und ihr in den Rücken getreten. Einen Monat danach, am 26. Mai, hatte der Altenaer die Frau als Schlampe bezeichnet, und ihr damit gedroht sie umzubringen. Grund dafür war der Verdacht, dass ihn die Geschädigte betrügen würde.

Auch die kleine Tochter hatte die Gewalt des Mannes zu spüren bekommen. Ihr hatte der Angeklagte einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Vor Gericht stritt der Mann die Vorwürfe ab. Das Opfer erklärte, dass der Altenaer sie nicht angefasst hatte. Sie habe ihm nur eins auswischen wollen, und deshalb bei der Polizei gelogen. Die Polizeibeamten gaben hingegen an, dass es sogar sichtbare Verletzungsspuren bei der Frau gegeben hatte. Auch habe sie damals bei ihren Schilderungen nicht den Eindruck gemacht, zu lügen. Auch das Kind sei verstört gewesen. Die Frau habe zudem sechs Wochen im Frauenhaus gelebt.

Diese Aussagen ließen beim Gericht keine Zweifel an der Täterschaft des Altenaers. Der ließ das Urteil schließlich rechtskräftig werden. Die Frau muss nun mit einem Verfahren wegen Falschaussage rechnen. ▪ jape

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