Sperrung auf B236

Schulbus-Problem im Lennetal: Wer pünktlich sein will, muss früh aufstehen

Es dürfte voll werden in den Bussen – alles andere als ideal in Corona-Zeiten.
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Es dürfte voll werden in den Bussen – alles andere als ideal in Corona-Zeiten.

Es ist eine Lösung für die massive Schulbus-Problematik gefunden worden – sie dürfte jedoch nicht überall mit Erleichterung aufgenommen werden. Schüler aus Neuenrade und aus Werdohl sollen ab heute den Schienenersatzverkehr (SEV) Richtung Altena benutzen.

Altena –BGA-Schulleiter Hans Ulrich Holtkemper sieht die Pläne mit großer Skepsis: „Ich würde mich freuen, wenn es funktioniert – aber glauben kann ich es nicht.“ Wenn die MVG für die Fahrt über Lüdenscheid nach Altena eine Fahrzeit von 40 Minuten angibt, könne er nur sagen: „Das scheint nicht machbar.“ Außerdem würden die Busse sehr voll. Stichwort: Corona. Holtkemper hat den Eltern daher vorgeschlagen, Fahrgemeinschaften zu organisieren.

Die Planung: Wer zum Unterrichtsbeginn pünktlich um 7.45 Uhr sein will, muss ganz schön früh aufstehen. Ein Beispiel: Um 6.05 Uhr verlässt der Bus Neuenrade-Niedernhöfen, um 6.30 Uhr ist er in der Neuenrader Innenstadt. Den Werdohler Bahnhof erreicht der Wagen um 6.50 Uhr; um 6.53 geht es weiter mit dem Schienenersatzverkehr. Dafür stehen ab Werdohl zwei Gelenkbusse zur Verfügung.

„Ich würde mich freuen, wenn es funktioniert – aber glauben kann ich es nicht.“

Weil die kürzeste Verbindung über die Bundesstraße B236 nicht zur Verfügung steht, geht es über den Höhenweg (L655) in Richtung Lüdenscheid. Von der L655 wäre für normale Fahrzeuge ein Abfahren auf den Hemecker Weg möglich, um in die Rahmede zu gelangen. Nicht in diesem Fall: „Das hat das Ordnungsamt nicht gestattet“, fasst MVG-Sprecher Jochen Sulies zusammen.

Also geht die Reise über Lüdenscheid. Sie wird noch länger, wenn ab dem 23. August der Höhenweg für fünf Wochen gesperrt wird.

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