Schaubrutkästen im Familienbüro

In der Küche gibt es keine Küken

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Abwechselnd durften die Kinder die Küken halten.

Altena - Es piept in der Stadtbücherei. In einem Schaubrutkasten in den Räumen des Familienbüros und des Awo-Kindertagespflegebüros tummeln sich etwa zehn flauschige kleine Küken, alle nicht älter als ein paar Tage.

Sie haben es schön warm und picken fleißig auf dem Boden herum. Doch wo sind „Mama und Papa“? Und kommen aus den Eiern in der heimischen Küche vielleicht auch Küken heraus? Diese Fragen konnte Ottfried Ferber, der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtverein Altena 1921, in dieser Woche beantworten. Denn ab Montag konnten Kindergärten und andere Neugierige die kleinen Hühner beobachten, etwas über sie lernen und sie sogar streicheln.

„Wir machen das gemeinsam mit dem Rassegeflügelzuchtverein und Sarah Lustinetz vom Awo Kindertagespflegebüro bereits zum dritten Mal“, erklärt Christiane Frebel vom Familienbüro der Caritas am Donnerstag. Was die Küken später fressen, wie sie sich in den Eiern entwickeln, welche Geflügelrassen es noch gibt und selbstverständlich wo „Mama und Papa“ sind, erklärt Ottfried Ferber mit Begeisterung. Das Highlight für die Kinder ist jedoch eindeutig, einmal eines der Küken in der Hand halten zu können. Auch die Kinder des Johanniter Kindergartens „Zwergenburg“ scharren sich am Donnerstag um die zwei Brutkästen.

Küken in der Stadtbücherei Altena

Deutlich interessanter ist für sie dabei der etwa zehn Grad kältere Brutkasten. „Dort kommen die geschlüpften Küken rein, wenn sie trocken sind“, erklärt Ottfried Ferber. Dauern kann das allerdings bis zu 24 Stunden. In einem dichten Gewusel stapfen die jungen Tiere durch den Kasten. Nebenan: Stille. In dem knapp 37 Grad warmen Brutkasten liegen sechs Eier, eines davon hat bereits ein Loch. „Das kann zwei bis drei Stunden dauern, bis das Küken raus ist, manchmal noch viel länger“, weiß Ferber.

Ottfried Ferber erklärte den Kindern unter anderem, wie sich die Tiere im Ei entwickeln und was sie fressen.

Behutsam nimmt er das Ei in die Hand und hält es ans Ohr. Ein leises Piepen zeigt, dass sich die Küken auch schon vor dem Schlüpfen zu verständigen versuchen. „Das geht meistens schon ein bis zwei Tage vor dem Schlüpfen los“, sagt Ferber und legt das Ei zurück in den Brutkasten.

Aus dem anderen Kasten nimmt er ein Küken und setzt es den Kindern in die Hand. Ganz behutsam streicheln sie das kleine Tier. „Wir versuchen nicht immer das selbe Tier zu nehmen, aber im Grunde macht das den Küken nichts aus“, erklärt Ferber.

Und wie ist das nun mit den Eiern in der Küche? „Da kann gar nichts passieren“, gibt der Experte Entwarnung. Würden die Eier nicht bei 37 Grad gebrütet, könne sich gar kein Küken entwickeln.

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