Gemeinsames Kochen unter europäischer Flagge

Scharf, schärfer, Ungarn-Gulasch: Attacke auf Geschmacksnerven

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29 Gastschüler aus Ungarn am Burggymnasium: An der Brücke im Atrium der Schule befestigten die Gastschüler aus Ungarn Freundschaftsschlösser. Sie erinnern an die mehr als 20-jährige Partnerschaft mit Altena.

Altena – Europaschule darf sich das Burggymnasium schon seit einigen Jahren nennen. Dieser Titel steht für die Vermittlung des internationalen Gedankens. Das Burggymnasium ist auf diesem Gebiet einer der Vorreiter in Nordrhein Westfalen. Doch welches Programm bietet man nach all den Jahren an?

Beim diesjährigen Austausch gab es Ungarn und Deutschland zum Probieren, denn im Mittelpunkt stand das Kochen. Dafür braucht es nicht viel Sprache, sondern lediglich Mut zu neuen geschmacklichen Erfahrungen und Spaß an der Gemeinsamkeit – beides in Hülle und Fülle vorhanden.

In der gemeinsamen Zeit stellten die Schüler ein Rezeptbuch zusammen, in dem es verschiedene Rezepte und Spezialitäten gibt und in dem die ungarische auf die deutsche Küche trifft. Um schon mal einen Eindruck davon zu bekommen, ob es schmeckt, wurde das ein oder andere Gericht in der Schule zubereitet. Von den geschmacklichen Experimenten einmal abgesehen, erweiterten die Schüler ihr kulturelles Wissen auch beim Stadtrundgang mit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein, der am vergangenen Donnerstag stattfand.

Außerdem besichtigten die ungarischen Gäste den Burgaufzug und die Tanzschule Diembeck – letztere natürlich nicht, ohne sich einmal selbst am Tanzen zu versuchen. Bei einem Ausflug nach Köln erkundeten alle gemeinsam das legendäre Schokoladenmuseum. Als Zeichen der Verbundenheit und Freundschaft machte jeder Gastschüler am Montag ein Schloss an der Brücke im Atrium des BGA fest. „Wir nähern uns mit dem Austausch kulturell einander an“, sagte Organisator Thomas Schiewe.

Die Gäste aus Ungarn erleben in ihrer Zeit in Altena nicht nur den Unterricht an einer deutschen Schule, sondern lernen vor allem verschiedene Traditionen, Denkweisen und die Geschichte kennen. „Im Grunde genommen ist das Völkerverständigung“, betonte Schiewe. Er ist stolz, einen Austauschpartner in Budapest zu haben. Die seien normalerweise nicht so breit gesät, erzählt er.

Hergestellt wurde der Kontakt vor 26 Jahren von Heinz Scholl, der unter anderem im Auslandsschuldienst tätig war. Mit neuen Eindrücken und vor allem mit einem vollen Rezeptbuch in der Tasche geht es für die Ungarn heute wieder in Richtung Heimat. Der Gegenbesuch der Altenaer wird voraussichtlich im Mai oder im Juni 2020 stattfinden. Freiwillig teilnehmen dürfen alle Schüler der 9. und 10. Klassen.

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