Aus Schwimmbecken wird Ganztag: So schafft die Grundschule Breitenhagen Platz

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An der Grundschule Breitenhagen wird kräftig umgebaut.

Altena – Mit einem besonderen Umbau schafft die Grundschule Breitenhagen Platz für den offenen Ganztag.  Die Zeit drängt.

Es wird sich einiges tun an der Grundschule Breitenhagen. Nach den Sommerferien soll dort ein Angebot für eine offene Ganztagsschule an den Start gehen. Es gibt bereits 28 Anmeldungen. 

Aber wohin mit den Kindern? Derzeit reicht der Platz nicht. Diese Frage hat der Schulausschuss nun beantwortet. Das ehemalige Lehrschwimmbecken und anliegende Räume werden umgebaut zu Räumen für den offenen Ganztag. 

Bessere Lösung wird teurer

Das Gremium hat die Pläne für den Umbau einstimmig befürwortet. Damit nahmen die Kommunalpolitiker Abstand von einer früher geplanten Lösung, die etwas kleiner und deutlich günstiger ausgefallen wäre. 

Standen zunächst 100 000 Euro zu Debatte, um anders genutzte Räume umzubauen, geht es nun um 340 000 Euro. „Sogar der Kämmerer hat aber eingesehen, dass es sich um eine bessere Lösung handelt“, sagte Kämmerer Stefan Kemper mit einem Augenzwinkern über sich selbst.

Im alten Lehrschwimmbecken stellte der Architekt die Pläne vor.

Der Auftrag zum Umbau geht nach Empfehlung des des Hauptausschusses an das Lüdenscheider Planungsbüro MTT, für das Architekt Arnd Gansohr stellvertretend an der Sitzung teilnahm, um die Pläne vorzustellen. 

am Breitenhagen eingeschult

Er hat eine besondere Beziehung zu dieser Schule: „Hier bin ich eingeschult worden.“ Die Vorteile der größeren Lösung lägen auf der Hand, sagte er. Die Räume seien separat zugänglich und könnten auch in außerschulischen Zeiten genutzt werden. Außerdem sei der Platz großzügiger bemessen und für einen Ganztagsbetrieb grundsätzlich besser geeignet. 

Man werde durch das Einsetzen bodentiefer Fenster „eine Menge zusätzliches Licht“ in die künftige Einrichtung bringen. Bisher ist das ehemalige Lehrschwimmbecken ein wenig duster. Außerdem werden einige der bestehenden Wände herausgenommen. Das Schwimmbecken wird mit einer Bodenplatte verschlossen. 

Andere Schulen verlieren kein Geld

Für die Möblierung der neuen Räume sind 50.000 Euro vorgesehen. Die nun deutlich teurere Finanzierung des Vorhabens kann durch eine Umschichtung von Geldern aus dem Fördertopf „Gute Schule“ sichergestellt werden. Anderen Schulen – etwa der Grundschule Dahle und Mühlendorf, aber auch dem Burggymnasium und der Sekundarschule – werde durch die finanzielle Umplanung kein Geld verloren gehen, denn man könne für dort vorgesehene Maßnahmen wie Medienkonzepte auch auf das Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ zurückgreifen, betonte Kemper. 

Zeit drängt

Zudem stünden noch 122 000 Euro für die Digitalisierung der Schulen aus dem Haushaltsjahr 2019 zur Verfügung. Mit dem Umbau soll bereits in den Osterferien begonnen werden, die am 6. April losgehen. 

Da die offene Ganztagsschule am 12. August an den Start gehen soll, handelt es sich um ein zeitlich sportliches Vorhaben. „Der Zeitplan ist sehr eng“, sagte Gansohr. Darum soll es so schnell wie möglich losgehen.

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