Hollstein hofft auf Gewährleistung

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Die Lenne-Terrassen sind bei den Altenaern beliebt. Schon jetzt weisen die Natursteine Schäden auf. ▪

ALTENA ▪ Bei den Schäden an den Lenne-Terrassen geht Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein davon aus, dass sie im Rahmen der Gewährleistung behoben werden müssen. In der vergangenen Woche inspizierte ein Gutachter die langen Risse in bis zu 25 Natursteinblöcken, die die Treppenstufen zur Lenne hinunter bilden.

„Der wird dann eine Empfehlung aussprechen“, sagt Sebastian Jülich, Tiefbauingenieur bei der Stadt. Woher die Risse kommen, kann der Ingenieur nicht sagen. „Es ist halt Naturstein“, so Jülich. Er hofft, dass der Gutachter Genaueres zur Ursache für die Risse herausfindet.

„Eigentlich müssen die Steine raus“, sagt ein heimischer Steinmetz, angesprochen auf die Schäden an den Stufen der beiden Lenneterrassen. Die Blöcke weisen quer verlaufende Risse auf. Möglich wäre es aus Sicht des Fachmannes auch, diese mit Spezialharz zu verschließen, „doch das sieht nicht sehr gut aus und bietet auch keine dauerhafte Haltbarkeit“.

Zum in Altena verwendeten Material kann der Fachmann keine genauen Angaben machen: „Das habe ich mir noch nicht so genau angeschaut.“ Verwendet wurde für die Treppenstufen Grauwacke. „Das ist eigentlich ein besonders robuster Stein“, sagt der Fachmann. Allerdings gebe es durch die Herkunft des Materials bedingte Unterschiede. So sei erfahrungsgemäß das Material aus den Steinbrüchen in Lasbeck oder Werdohl sehr witterungsbeständig. Grauwacke aus einem Steinbruch bei Lindlar dagegen wesentlich weicher in der Beschaffenheit. Genau dorther kommt das Gestein für die Stufen an den Lenne-Terrassen, bestätigte Sebastian Jülich.

Der heimische Steinmetz würde bei Treppenbauten an Gewässern übrigens eher Ruhrsandstein verwenden. „Der ist für solche Zwecke geeignet und kommt zudem hier aus der Region.“ Wichtig für die Nutzung dieses Gesteins sei auch die Tiefe, aus der es in den Steinbrüchen gebrochen werde. In höher liegenden Schichten habe das Material eher Risse oder kleinere Fehler. „Je tiefer das Material liegt, desto besser ist die Qualität“, so der Steinmetz. Neben Ruhrsandstein ist für den Fachmann auch Basalt-Lava eine Möglichkeit: „Doch die ist vom Aussehen eher trist.“ ▪ David Schröder

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