Stadt schließt letztes Lehrschwimmbecken sofort

„Wir würden uns schon wünschen, dass das Becken erhalten bleibt, auch wenn es nur eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten für Wassersportler bietet“, erklärt Günter Kauert.

Altena – Am Montag hat der Verwaltungsvorstand entschieden, mit sofortiger Wirkung das Lehrschwimmbecken in der Grundschule Breitenhagen zu schließen. Es war das letzte seiner Art in Altena.

Wie Stadtkämmerer Stefan Kemper auf Anfrage sagte, war die Außerdienststellung der Anlage bereits im Haushaltssanierungsplan für das Frühjahr 2016 fest terminiert.

„Dass wir jetzt schon tätig werden mussten, ist einzig dem Umstand geschuldet, dass es unlösbare technische Probleme gibt.“ So sei aktuell der auch behelfsmäßig nicht mehr zu reparieren gewesen. Kemper vertritt zurzeit Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein als Verwaltungschef, weil der in Berlin weilt.

"Reparaturkosten nicht vertretbar"

Die Stadt habe vor dieser Entscheidung noch ein Angebot zu den vermutlich auftretenden Reparaturkosten eingeholt. Die dort ermittelte Summe hätte sich aber in einem „wirtschaftlich nicht mehr vertretbaren Rahmen befunden.“ Die Fraktionen des Rates habe die Stadt „umgehend informiert.“ Auch die sonstigen Nutzer wüssten Bescheid, so Kemper.

Günter Kauert, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, bestätigte gegenüber unserer Zeitung zwar diese Information, doch will er nicht locker lassen. In der letzten Sitzung des Sportausschusses habe er einen Antrag gestellt, noch einmal über den weiteren Fortbestand des Lehrschwimmbeckens zu reden. „Das ist nach meiner Ansicht nicht vom Tisch“.

Zwar sei er sich bewusst, dass es in diesen wirtschaftlich schweren Zeiten für Altena wahrscheinlich beim Aus bleibe müsse, aber der Stadtsportverband und die ihm angeschlossenen Vereine wüssten schon gerne konkrete Zahlen, was eine Reparatur kosten würde. Er sage dies auch mit dem Wissen, dass sich die Politik bereits seit Jahren damit abgefunden habe, dass es bald eben nur noch das Frei- und Hallenbad zu Dahle geben würde. Wörtlich fügte er an: „Wir würden uns schon wünschen, dass das Becken erhalten bleibt, auch wenn es nur eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten für Wassersportler bietet.“

Stefan Kemper sieht das anders. Ob es angesichts dieser Beschlusslage noch eine umfangreiche Sport-AusschussVorlage für die kommende Sitzung des Gremiums geben müsse, bezweifelte er. Im Rathaus habe man bereits Pläne entwickelt, wie es ab dem neuen Schuljahr im Frühjahr 2016 mit dem Schwimmsport weitergehen könne.

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