Durchbruch im Morgengrauen

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Der Steuerstand der schweren Raise-Bohrmaschine wurde am Dienstagnachmittag abgebaut. ▪

ALTENA ▪ Der Durchbruch kam zu nachtschlafender Zeit: Am Samstag um 5.30 Uhr in der Früh hat der Bohrkopf im künftigen Burgaufzugsschacht das Niveau des oberen Burghofes erreicht.

Die mächtige Maschine hatte sich zuvor in unerwartet fixem Tempo von der Höhe der Lennestraße aus aufwärts zur Festungsanlage emporgearbeitet. Der schnelle Fortschrift ist auch der Tatsache zu verdanken, dass man hier statt wie ursprünglich vorgesehen im Zweischicht-Betrieb letztlich 24 Stunden am Tag durcharbeiten konnte.

Bei den Arbeiten zum Bau des Jahrhundertprojektes hat der so genannte Raise-Bohrer also seinen Teil des Vorhabens erfolgreich abgeschlossen. Der Bohrkopf mit einem Durchmesser von 1,40 Meter hatte sich völlig ohne Probleme die rund 90 Meter durch den Burgberg vom Stollen in der Lennestraße bis zum oberen Burghof hinauf gefräst.

Die Arbeiten konnten sogar rund eine Woche früher abgeschlossen werden als ursprünglich geplant. Ein „Durchschlagsfest“ wie es in früheren Jahren im Bergbau gang und gebe war, gab es gleichwohl nicht, war auf der Burg zu erfahren.

Seit Dienstag wird jetzt die gesamte Bohrtechnik abgebaut und durch eine Arbeitsbühne ersetzt, die an einem Förderseil hängend in den Schacht hinab gelassen werden kann. Von dieser Arbeitsbühne aus wird dann der spätere Aufzugsschacht auf seinen endgültigen Querschnitt von 3 mal 3,60 Meter erweitert. Dazu wird dann ab der kommenden Woche auch wieder gesprengt. Die Menge des bei jeder Sprengung eingesetzten Sprengstoffs wird dabei allerdings deutlich geringer ausfallen als bei den Sprengungen zum Stollenvortrieb.

Für die Anwohner der Thoméestraße bedeutet der Abtransport der schweren Bohranlage noch einmal Einschränkungen, weil entlang der Straße in weiten Teilen nicht geparkt werden durfte. Diese Einschränkungen galten gestern, aber auch heute in der Zeit von 7 bis 17 Uhr. Da musste das schwere Bohrgerät wieder talwärts transportiert werden. ▪ Thomas Keim

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