„Sauerland Spur“ als Leader-Projekt eingereicht

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Thomas Amersek und Wolfgang Herberg haben die Evingser Sauerland-Spur maßgeblich mit entwickelt. Es fehlen auf dem Foto ihre Mitstreiter Marco Kauert, Thorsten Janson und Thomas Schmitz.

Altena - Man muss mit den Pfunden wuchern, die man hat. „Unser Dorf Evingsen bietet durch seine spezielle geografische Lage optimale Voraussetzungen für Wandererlebnisse. Nennen möchten wir nur die Nähe zum Wandergebiet Kohlberg, dem Wanderweg „Sauerland Höhenflug“, zur Burg Altena, gute Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten.“

Das sagen übereinstimmend Thomas Amersek und Wolfgang Herberg. Gemeinsam mit Marco Kauert, Thorsten Janson und Thomas Schmitz (Ortsvorsteher) haben sie das Projekt „Evingser Sauerland Spur“ als Leader-Projekt entwickelt und beim Land eingereicht. Jetzt hoffen sie auf einen positiven Entscheid der Landesjury. Die gibt ihr Votum im Herbst bekannt. Dann könnten nicht unerhebliche Fördermittel (rund 35 000 Euro bei geschätzten Gesamt-Projektkosten von 54 000 Euro) fließen.

Neben der Aufwertung der alten Drahtrolle Hurk und dem Energie-Einspar-Projekt des Dahler Frei- und Hallenbades (AK berichtete) ist es das dritte Projekt aus Altena, das mit Hilfe von ehrenamtlichem Einsatz das eigene dörfliche Umfeld langfristig massiv aufwerten will. Mehr als 100 Seiten umfasst das eingereichte Konzept. Das fünfköpfige Planungsteam hat bis jetzt sehr viel Zeit und Mühen in die Leader-Bewerbung, Recherchen und Dokumentationen sowie Gespräche gesteckt. So präsentiert sich das Projekt dem unvoreingenommenem Leser als top-visualisiert, bestens gegliedert und nachvollziehbar.

Die Grundidee der abgelieferten Fleißarbeit neben der langfristigen Aufwertung von Evingsen ist klar: „Wir möchten das Abenteuer am Weg, das Besondere, erlebbar machen. Im Dorf, vom Dorf zur Stadt und zurück. Der Wanderer hat die Wahl zwischen verschiedenen Wegerouten“, werben Amersek und Herberg. Ihre Zielgruppen sind Tagesausflügler aus der näheren Umgebung, aber auch Niederländer. Sie alle möchten sie „in unser schönes Dorf Evingsen locken.“ Sie sollen dann aber auch touristische Höhepunkt wie die Lenne-Terrassen, die Burg Altena und die wunderschöne Natur bewusst erleben. Synergien mit benachbarten Gemeinden sind ausdrücklich gewünscht und bereits angedacht, denn: „Ein Weg verbindet. Eben nicht nur geografisch“, sagt Wolfgang Herberg.

Involviert waren in die bisherigen Planungen bereits Verantwortliche des Sauerlandhöhenfluges (SHF), des Märkischen Kreises, Grundstückseigentümer und der Bürgermeister. Unwichtig ist das nicht. Die Evingser wollen mit ihrem Weg die Qualitäts-Kriterien des Deutschen Wanderverbandes erfüllen und dann auch damit werben und davon profitieren. Altenas Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sehe ein sehr starkes Potential in der Region, sagt das Evingser Team. Immerhin ist er im Ehrenamt Präsident des SGV-Gesamtverbandes. Und das Stadtoberhaupt habe Mut gemacht mit seiner Einschätzung: „Die Evingser Sauerland Spur wird kommen!“ So informierte der SGV bereits in kleinen Runden bei den Vereinen und Verbänden und lotete auch das Interesse speziell der Jugend aus. Denn an sie richten sich Detail-Angebote wie Geocaching und ein Spürnasenpfad für Kinder.

Von Johannes Bonnekoh

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