Sauber, frisch und eiskalt: Springer Quelle besucht

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Friedrich-Wilhelm Klinke vom Heimatverein Evingsen führte die Sekundarschüler aus der Nette durch den Hurk und das Quellhäuschen der Springer-Quelle. Er ließ die Kinder und Betreuerin Christa Möntmann auch das frische Quellwasser vor Ort kosten.

Altena -  „Das Wasser ist aber eiskalt und es schmeckt so ein bisschen anders, als bei uns zu Hause.“ – Dennoch trank der Siebtklässler mit drei, vier Schlücken seinen Testbecher leer und stellte dann fest: „Lecker, echt lecker!“

Von Johannes Bonnekoh

Mehr als zwei Dutzend Sekundarschüler des siebten Jahrgangs kosteten am Dienstag das Quellwasser der Springer-Quelle in Evingsen direkt im Brunnenhaus. Die Schüler werden bekanntlich seit dem Schuljahresbeginn in der Nette in der auslaufenden Richard-Schirrmann-Realschule unterrichtet.

Friedrich-Wilhelm Klinke, Vorsitzender des Evingser Heimatvereins, hatte die Jungen und Mädchen, die einer Draht-AG in der Schule angehören, zunächst durch die ehemalige Drahtrolle Hurk geführt. In diesem liebevoll restaurierten und ausgestattenen ehemaligen Fabrikraum wird dargestellt, wie im 18. Jahrhundert mit Wasserkraft Draht gezogen und Ahlen geschliffen wurden.

Verkostet wurde dann anschließend das Evingser Trinkwasser, wie es frisch aus der Springer Quelle sprudelt. Noch heute stößt sie 40 Liter Wasser in der Sekunde aus und ist damit die stärkste Quelle in ganz Westfalen. Mit diesem frischen Wasser wird nach wie vor der Stadtteil Evingsen komplett mit Trinkwasser versorgt.

Die Mädchen und Jungen waren Dienstag einer Einladung des Netzwerkes Draht e.V. gefolgt. Im Rahmen eines Abstechers durch das Drahtmuseum, den Hurk und das Quellhäuschen, wurde diese besondere Art von Unterricht durch das „Kultur macht stark Bündnis für Bildung“, das vom Bundesministerium für Bildung gefördert wird, begleitet. Geführt wurden die Kinder von Christa Möntmann vom Deutschen Drahtmuseum. Sie betreut regelmäßig Kindergruppen und Schulklassen im Rahmen des Förderprojektes ,MusesbilBox - Museum zum Selbermachen’ und gibt so viel Wissenswertes rund um die Drahtherstellung in der Drahtstadt Altena weiter.

Friedrich-Wilhelm Klinke verstand es am Dienstag, das Interesse der Kinder zu wecken. Der Hobby-Historiker hatte sichtbar Freude daran, den jungen Menschen die alte Handwerkskunst der Drahtverarbeitung von einst nahe zu bringen und die Jungen und Mädchen stets aktiv in seine Vorführungen einzubeziehen.

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