Sanitäranlagen auf der Burg werden erneuert

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Für die erfahrenen Fachmonteure Peter Fuchs (vorne) und Stephan Haack vom Heizungs- und Sanitärfachgeschäft Schmidt aus der Hagener Straße 10 ist die Baustelle auf der Burg „schon etwas Besonderes.“

ALTENA - Wer den steilen Burgberg erklommen hat und dann im Burginnenhof steht, hat häufig über kurz oder lang ein „dringendes Bedürfnis.“ Menschlich, sicherlich. Aber die beiden Besuchertoiletten im rechten Gebäudetrakt waren ganz schön in die Jahre gekommen.

Das ändert sich zurzeit. Denn bereits seit Wochenbeginn sind Peter Fuchs und Stephan Haack vom Heizungs- und Sanitärfachgeschäft Hermann Schmidt dabei, sowohl die Damen- als auch die Herren-Toilettenanlagen von Grund auf zu sanieren. „Nichts bleibt mehr, wie es war“, lacht dabei Peter Fuchs und kürzt mit kundigem Handgriff ein kleines Rohr für die Wand. Die Installation sei natürlich Routine, das geben die beiden Fachhandwerker zu. Doch „es ist auch etwas Besonders, hier zu arbeiten“, fügen sie an. Denn das Ergebnis ihrer Arbeit würden einmal „viele tausend Menschen sehen, beurteilen und in Augenschein nehmen.“ Zudem arbeiten die beiden in denkmalgeschützten Räumlichkeiten, wo man nicht ohne weiteres wirken könne, wie auf einer neu eingerichteten Baustelle. „Hier liegt auch vieles einfach kreuz und quer in und auf der Wand“.

Fuchs und Haack haben zunächst die bestehenden Sanitär-Anlagen demontiert und werden sie jetzt ersetzen. Die Besucher fänden künftig so genannte wandhängende statt stehende Toiletten vor. Das sei neuester Stand der Technik, was später auch eine einfachere Reinigung der Räume ermögliche.

Etwa zwei Wochen haben sie Zeit, sich um die Montage zu kümmern und erstmals eine behindertengerechte Toilette einzubauen. Auf der Burg gab es bisher nur seniorengerechte WC-Anlagen. Vorzubereiten gilt auch alles für die Maurer und Fliesenleger. Beides wird auch vom Unternehmen Schmidt übernommen. „Wir haben dafür eigene Maurer- und Fliesenleger“, sagen die beiden Burgstädter.

Auf dem Damenklo gibt es künftig vier Kabinen, bei den Männern sind es drei. Hinzu kommen sechs Urinale. Verschwinden werden auf jeden Fall die optisch unruhigen Fliesen in beiden Räumen. Die strahlen noch den Charme der ausgehenden 1960er Jahre aus, habe einmal ein Besucher gesagt. Was die Fenster angeht, wird auf der Baustelle nichts verändert.

Toilettenanlagen seien enorm wichtig, sagen die Monteure und können sich ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Und es komme schon sehr wohl darauf an, diese Räume, die jeder Mensch aufsuche, entsprechend zu gestalten. Das spiegele sich auch in den neuen Armaturen: „Die sind bedienerfreundlich, funktional und top-modern. Beide Räume werden nicht wieder zu erkennen sein.“

von Johannes Bonnekoh

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