Sanierung im Reinecke-Stadion: Kuriose Verwendung für alten Kunstrasen

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Rasenrolle: Der alte Rasen lagert derzeit am Stadion.

Altena – Der Kunstrasen im Reinecke-Stadion am Pragpaul wird derzeit erneuert. Für den alten Rasen gibt es eine kuriose Verwendung.

Allerdings muss die Stadt dafür tiefer in die Tasche greifen als ursprünglich geplant. Wie Stadtkämmerer Stefan Kemper vor dem Rat ausführte, liegt das am Untergrund des Rasens. 

Der ruht auf einer elastischen Tragschicht und wurde 1991 bei der ersten Sanierung der inzwischen mehr als 40 Jahre alten Sportanlage eingebaut. Facharbeiter eines süddeutschen Entsorgers sind seit Wochenanfang damit beschäftigt, dieses zwei Zentimeter starke Kunststoffgranulat abzutragen. Es entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. 

Kosten steigen deutlich

Waren bisher 300.000 Euro für die Maßnahme angesetzt, rechnet die Stadt jetzt mit Aufwendungen von bis zu 500.000 Euro. Die Nutzer der Anlage, neben dem VfB Altena sind das die Schulen, wissen über Art und Umfang der Sanierung Bescheid. 

Vom ursprünglich terminierten Baubeginn im Mai rückte man ab, um den laufenden Sport- und Schulsportbetrieb nicht zu sehr zu stören. Kämmerer Stefan Kemper sagt: „Wir gehen davon aus, in den Sommerferien fertig zu werden.“ 

Weihnachtsmarkt auf Rasen

Und das ist der weitere Zeitplan der Sanierung: Bereits in der ersten Juli-Woche wurde der grüne Rasenbelag entfernt. Einen Teil davon hat sich der Stadtmarketing-Verein um Alexander Schmitz gesichert. Die Händler möchten damit künftig den Rasen im Park und das gepflasterte Umfeld an der Burg Holtzbrinck belegen und damit schonen. Insbesondere zum Weihnachtsmarkt sollen dort künftig alle Besucher auf Kunstrasen stehen. Etliche Quadratmeter hat Schmitz deshalb ausbauen lassen. Sie lagern jetzt in einem Schuppen. 

Müllhaufen: Der alte Untergrund des Spielfeldes wird entsorgt.

Der Rest wird fachgerecht entsorgt. Dafür, sowie auch für die alte Tragschicht, musste die Stadt ein aufwendiges Entsorgungs-Konzept erstellen und den Umweltbehörden vorlegen. 

Neuer Rasen für 15 Jahre

Vermutlich in der kommenden Woche wird die neue Tragschicht aufgebracht. Sie wird 35 Millimeter stark sein. Darauf wird dann der neue Kunstrasen gelegt. Es handelt sich dabei, so sagte Kemper, um ein Fabrikat der neuesten Generation, das mit Quarzsand und Gummigranulat aufgefüllt wird. Recycling-Material wird nicht eingebaut. 

Der neue Kunstrasen soll bis zu 15 Jahre bespielbar sein. Das sei aber natürlich auch ein wenig von der Frequentierung abhängig, meinte der Kämmerer. 

Er hat in diesen Tagen für die gesamte Sportanlage Förderanträge gestellt, um auch die in die Jahre gekommene Flutlichtbeleuchtung zu ersetzen. Er sei guter Hoffnung, dass dafür Mittel flössen, sagte Kemper. Bis der Stadt aber Bewilligungsbescheide vorlägen, vergehe mit Sicherheit noch ein halbes Jahr. Er rechne deshalb nicht vor Jahresbeginn 2020 mit neuem Licht im Reinecke-Stadion.

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