Torbogen Burg Holtzbrinck ist defekt:

Torbogen der Burg Holtzbrinck: Sanierung läuft an

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Die Burg Holtzbrinck mit ihrem charakteristischen Torbogen. Die Sandsteinelemente leiden unter den Einflüssen der Witterung. Eine auf Steinsanierung spezialisierte Restaurateurin aus Köln hat sich der Sache angenommen.

Altena - An der Burg Holtzbrinck ist ein Ende der Arbeiten zur Modernisierung und Sanierung vorerst nicht abzusehen. In seiner Etatrede für das kommende Jahr hat Kämmerer Stefan Kemper mitgeteilt, das noch einmal Geld in die Hand genommen werden muss.

Es geht um den Torbogen an der Kirchstraße, der dem Ensemble einen besonderen Charakter verleiht. Sogenannte Kalkfahnen und Salzkrusten zeugen davon, dass der Torbogen einer weiteren Sanierung bedarf, denn diese Symptome deuten darauf hin, dass insbesondere der Sandstein bedroht ist.

Um der Sache auf den Grund zu kommen, hat sich Denkmalschutzbeauftragter Jürgen Wagner nach einer geeigneten Adresse umgesehen. Fündig wurde er in der Person von Diplom-Restauratorin Susanne Heym aus Köln. Sie ist spezialisiert auf Objekte aus Stein und Wandmalerei. Zu ihrem Fachgebiet zählen Naturstein- und Putzfassaden, Mauerwerk aus Ziegelstein und Bruchstein, Skulpturen aus Natur- und Kunststein sowie Mosaike und Stuckarbeiten. 

An der Innenseite des Torbogens zeigen sich diese Salzkrusten. Sie werden jetzt im Labor untersucht.

Die Expertin hat sich bereits vor Ort umgesehen und den Torbogen in Augenschein genommen sowie Proben gesichert, auch des Mörtels. Auch die Salzkrusten, die dem Sandstein und dem Mörtel besonders zusetzen, werden jetzt in einem Labor genau unter die Lupe genommen. Auch geht es, darum herauszufinden, wo die Wassereinträge herkommen, die am Gestein sichtbar sind. Susanne Heym wird ein Gutachten dazu verfassen. Die Empfehlungen der Fachfrau werden Anfang Dezember erwartet.

Nach ihren Vorgaben sollen die Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr ausgeschrieben werden. Eine Förderung aus Denkmalschutzmitteln hatte die Stadt schon im vergangenen Jahr beantragt. An Gesamtkosten sind rund 66 000 Euro veranschlagt. Die Immobilie gilt als das älteste Bürgerhaus der Stadt. Sie wird erstmals 1643 urkundlich erwähnt, die ältesten Teile stammen laut Fachleuten jedoch aus dem 16. Jahrhundert.

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