Erhebliche Landesmittel

Sanierung der Burg Holtzbrinck geht gut voran

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In einem ersten Schritt wird die ehemalige Hausmeisterwohnung in den Blick genommen. Hier entstehen neue Toilettenanlagen.

Altena - In drei Bau- oder besser Sanierungsabschnitte hat die Stadt Altena die Umgestaltung der Bürgerburg Holtzbrinck gestellt. Jetzt konnten Passanten miterleben, was sich so tut.

Riesige Leimbinder wurden vergangene Woche angeliefert und mittels Kran durch Fensterlaibungen ins Innere verbracht. 

„Der Dachstuhl war teilweise instabil“, erläuterte Stadtplaner Roland Balkenhol. Er ist neben den Architekten der Partnerschaftsgesellschaft Kaldewey und Wortmann mbB aus Lüdenscheid federführend in der Bauaufsicht. In einem ersten Schritt wird dieser Dachteil saniert und dann die ehemalige Hausmeisterwohnung in den Blick genommen. Hier entstehen neue Toilettenanlagen im Erdgeschoss. Im Obergeschoss wird Raum geschaffen für ein bisher fehlendes Stuhllager. 

Einher geht damit auch die Sanierung und der Austausch von Heizung- und Haustechnik, die in die Jahre gekommen waren. Das wird insbesondere die Gäste des großen Saales in Zukunft freuen. Die Stadt lässt eine neue Lüftungsanlage einbauen. Das wird zur Folge haben, dass es die bekannte „schlechte Luft“ in diesem Raum bei Großveranstaltungen nicht mehr geben wird. Was die Heizung angeht: Auch da war es nötig, tätig zu werden. Sie hatte bereits viele Jahrzehnte auf dem Buckel. Die neue Anlage wird wesentlich energie-effizienter arbeiten. 

Küche soll auch von Caterern gut genutzt werden können

Riesige Leimbinder wurden vergangene Woche angeliefert und mittels Kran durch Fensterlaibungen ins Innere verbracht.

In einem zweiten Schritt wird der Bereich in Angriff genommen, in dem sich bisher die Küche und Sanitäranlagen im Erdgeschoss befinden. Die Küche wird so hergerichtet, dass sie auch von Caterern gut genutzt werden kann. Sie erhält zudem im hinteren Bereich separate Kühlräume und viel Platz für ein ebenerdig angelegtes Getränkelager, was aufwendiges Schleppen künftig überflüssig macht. In diesem Bereich des Hauses gab es bisher noch keine Rauchmelder. 

Auch die werden natürlich mit einer entsprechenden Brandschutzanlage neu installiert. Als dritten Arbeitsschritt nennt Roland Balkenhol den Raum der Begegnung. Er soll zeitgemäßer, moderner und funktionaler werden als er heute ist. „Wir werden ihn auch aufhübschen.“ Damit meint der Stadtplaner eine entsprechende Farbgebung. Einher geht mit diesen Arbeiten der Einbau eines Aufzuges im Treppenhaus. „Damit wäre die Bürgerburg barrierefrei“, blickt Balkenhol nach vorn. Auch hier wird die Elektrik von Grund auf überholt und erneuert. 

760 000 Euro stehen für alle Maßnahmen im Haushalt der Stadt. Mit dem Geld wird Altena aber vermutlich nicht auskommen. Gut für die Stadt: Sowohl Städtebau-Fördermittel als auch weitere Landeszuschüsse bewegen sich in Größenordnungen von „um 80 Prozent der Kosten.“ Weil noch Doppelfenster, eine neue Beleuchtung und eben – wie bereits gesagt – die Heizung erneuert werden, geht Balkenhol langfristig von einer erklecklichen Summe an Energieeinsparungskosten aus. 

Die Maßnahme soll etwa Ende 2018 abgeschlossen sein. Über den aktuellen Stand wird die Verwaltung den Stadtentwicklungsausschuss im November im Detail informieren.

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