Dr. Sadrack Dijokou als neuer Pfarrer eingeführt / Jürgen Ruck verabschiedet

Geleitet von der Liebe zu den Menschen

Altena – Er ist ein Kämpfer für den Glauben. Einer, der tief in seinem Herzen davon überzeugt ist, dass mit Gott an der Seite alles möglich ist. Es war eine mitreißende Predigt, die Pfarrer Dr. Sadrack Dijokou anlässlich seiner Einführung am Sonntag in der Lutherkirche hielt. „Der Glaube ist das, was wir brauchen, um Kirche stark zu machen. Der Glaube ist das, was am Ende bleibt.“ Eindringlich appellierte Dijokou daran, mehr zu glauben, sich mehr auf das zu verlassen, was im Evangelium geschrieben steht.

„Der Mensch besteht nicht nur aus einem Körper, sondern auch aus Geist und Seele. Und Gott ist der Geist, die spirituelle Kraft“, predigte der neue Altenaer Pfarrer. Es sei wichtig, zu wissen, dass die spirituelle Gesundheit maßgeblich an der körperlichen beteiligt sei. „Wer glaubt, ist stark. Der Glaube ist die Antwort auf all unsere Zweifel und Fragen. Der Glaube versetzt Berge“, sagte Dijokou. Es war inhaltlich ein starker Auftakt seiner Amtszeit in der Burgstadt.

 „Die Predigt war eine wundervolle Verbindung aus malend und ermutigend“, dankte Pfarrerin Dr. Tabea Esch aus Wiblingwerde im Rahmen der Grußworte ihrem neuen Kollegen und traf damit wohl das, was auch die anderen Besucher dachten. „Jetzt kommt ein Neuer, der wird es anders machen. Anders sein. Aber er wird es gut machen“, sagte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und betonte: „Ein Altenaer hat keine Hautfarbe. Es geht um das Herz. Nach dem leuchten in Ihren Augen zu urteilen, sind Sie etwas Besonderes für diese Stadt.“ Zudem regte Hollstein an, gemeinsam mit dem aus Kamerun stammenden Pastor eine Patenschaft mit Afrika ins Leben zu rufen. „Dafür gibt es Fördermittel. Ich würde helfen, diese zu bekommen, wenn wir es damit schaffen, dass weniger Menschen als Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken müssen“, sagte Hollstein. Superintendentin Martina Espelöer freute sich, den neuen Pfarrer in Altena einführen zu dürfen: „Nun ist die Welt zu Gast in Altena – mehr noch, sie soll hier in Altena ihre Heimat an der Lenne finden, mehr noch – sie will hier ihre Heimat finden. Darüber freuen wir uns sehr.“

Dijokou sei geleitet von der Liebe zu den Menschen und vom Wort des Evangeliums. Das mache es möglich, Brücken zu bauen und Kulturen zusammenzuführen. Aus Nachrodt und Evingsen/Dahle bekam Dijokou Wanderkarten. „Der Sauerländer sagt, dass müssen Sie erst einmal unter die Füße bekommen. Und genau das wollen wir ihnen ermöglichen“, sagte Pastor Uwe Krause. Bei aller Freude über die Einführung Dijokous gab es aber auch einige Momente der Traurigkeit. Denn zeitgleich wurde Pfarrer Jürgen Ruck aus Altenaer verabschiedet. Seit 2006 war er als Seelsorger in Altena aktiv, vor allem im Ellen-Scheuner-Haus. Seit 2015 arbeitete er als Vakanzvertretung mit Merle Vokkert. Sein Schwerpunkt lag auf der Seniorenarbeit. Der Abschied ging in der fröhlichen Aufbruchsstimmung schon fast ein wenig unter. Ruck verlässt die Gemeinde aufgrund gesundheitlicher Probleme. „Lieber Bruder, für dich sind neue Perspektiven entstanden. Du wirst zukünftig wohnortnah arbeiten“, erklärte die Superintendentin im Gottesdienst. Am kommenden Sonntag wird Dr. Sadrack Dijokou erstmals einen Gottesdienst in Altena leiten. Er beginnt um 10.30 Uhr.

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