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Ruine Schwarzenstein: Gefahr im Verzug, Stadt lässt Außenmauer einreißen

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Von: Volker Heyn

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Mauerteile der Schwarzenstein-Ruine liegen am Freitag, 25. Februar, auf der Bundesstraße im Bereich der Werdohler Straße in Altena. Die Straße ist halbseitig gesperrt.
Mauerteile der Schwarzenstein-Ruine liegen am Freitag, 25. Februar, auf der Bundesstraße im Bereich der Werdohler Straße in Altena. Die Straße ist halbseitig gesperrt. © Volker Heyn

[Update] Für die großen Mauerteile auf der B 236 im Bereich der Industriebrache Schwarzenstein gibt es eine Erklärung: Andreas Kisker vom Altenaer Bauamt erklärte auf Nachfrage, dass die Außenwand am späten Donnerstagabend vorsorglich eingerissen worden sei. Am 24. Februar sei bei Arbeiten an der Gasleitung erkannt worden, dass die Außenmauer aufgrund des starken Regens und der wechselnden Temperaturen einsturzgefährdet war. Die Arbeiten zur Absicherung mit so genannten Beton-Lego-Steinen haben begonnen, die Straße ist halbseitig gesperrt.

Altena - Mitarbeiter von OpenGrid und von StraßenNRW hatten am Donnerstagnachmittag einen Probeschacht im Bürgersteig vor der extrem baufälligen Ruine Schwarzenstein am Ortsausgang von Altena eingerichtet. Dabei stellten sie fest, dass die Mauer über ihnen erzitterte und wackelte. Daraufhin stellten sie die Arbeiten ein und informierten die Altenaer Stadtverwaltung.

Noch am späten Nachmittag wurde der Bereich abgesperrt und die Tiefbaufirma Müller aus Nachrodt hinzugerufen. Mit dem Bagger wurden Mauerteile nach innen eingedrückt, einige Brocken kamen auch auf der Straße zu liegen. Im Feierabendverkehr kam es zu großen Staus in beide Richtungen, weil die Ampelschaltung mit der nahen Baustelle am Obergraben verlängert wurde.

Die Ampelschaltung fiel am Donnerstag im Feierabendverkehr eine Zeit lang ganz aus, wodurch die Bundesstraße praktisch gesperrt war. Es kam zu erheblichen Staus.

Am Freitagvormittag, 25. Februar, waren Mitarbeiter von Tiefbau Siggi Müller aus Nachrodt mit dem weiteren Aufräumen beschäftigt. Im strömenden Regen und bei nasskalten Temperaturen hoben die Männer mit Hilfe eines Baggers die Abbruchteile durch das nicht mehr vorhandene Dach in die Ruine zurück. Später wurde die eingerissene Stelle mit Lego-Beton-Teilen gesichert

Mitarbeiter von Tiefbau Müller aus Nachrodt sowie der Baubetriebshof Altena sichern die Einsatzstelle.
Mitarbeiter von Tiefbau Müller aus Nachrodt sowie der Baubetriebshof Altena sichern die Einsatzstelle. © Volker Heyn

Eine Gefahr für den Verkehr habe zu keiner Zeit bestanden, so Abteilungsleiter Kisker. Auch für die weiteren Außenmauern bestehe zurzeit keine erkennbare Gefahr. Die Außenmauern in Richtung Werdohl bestehen aus massivem Ziegel und seien nicht einsturzgefährdet. Selbstverständlich werde die Situation weiter beobachtet, sobald die Mauern Schwäche zeigten, bekämen sie auch Lego-Beton-Steine vorgesetzt.

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