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„Nur“ 592 Altenaer ohne Job

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Von: Markus Wilczek

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Die Zahl der Arbeitslosen ging in Altena im September leicht zurück.
Die Zahl der Arbeitslosen ging in Altena im September leicht zurück. © Peter Kneffel

Auch im September gibt es gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Nach dem saisontypischen Anstieg im Juni und Juli nahm die Arbeitslosigkeit in der Burgstadt nun im zweiten Monat in Folge ab. Nach dem kräftigen Rückgang im August um gleich zehn Prozent gegenüber dem Vormonat, fällt das Minus im September aber deutlich geringer aus. Dafür gibt es allerdings einen Grund.

Altena – Ende September waren 592 Altenaer ohne Job. Verglichen mit den August-Zahlen sind dies 14 Personen (-2,3 Prozent) weniger. Im Vergleich zum September des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen damit um 65 Personen. Damals waren 657 Altenaer ohne Job (-9,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Altena, der auch Nachrodt-Wiblingwerde umfasst, beträgt damit aktuell 6,2 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 6,6 Prozent. Damit liegen Altena und Nachrodt-Wiblingwerde in einem kreisweiten Ranking weiterhin im unteren Mittelfeld. Die geringste Arbeitslosenquote weist Menden mit 5,0 Prozent aus, die höchste Quote Lüdenscheid mit 7,2 Prozent.

Vor-Corona-Niveau

„Im September ist die Arbeitslosigkeit erneut gesunken“, berichtet Stefan Steinkühler, Operativer Geschäftsführer der heimischen Agentur für Arbeit Iserlohn, erfreut. Dieser Trend gilt auch für den gesamten Märkischen Kreis. 14 454 Personen waren kreisweit insgesamt arbeitslos gemeldet, das sind 212 (-1,4 Prozent) weniger als im August und 182 (-1,2 Prozent) weniger als im September des vergangenen Jahres. Damit liegt die Arbeitslosigkeit laut Steinkühler etwa auf Vor-Corona-Niveau von 2019, als 14 398 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet waren.

5 767 offene Stellen

Was das Stellenangebot betrifft, haben die Unternehmen aus der Region im September 975 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (+59 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 5767 offene Stellen, 39 weniger als im Vormonat und 571 mehr als im Vorjahresmonat. „Auch im September stellt sich der Arbeitsmarkt in Altena und im Märkischen Kreis stabil und aufnahmefähig dar“, berichtet Stefan Steinkühler, und führt weiter aus: „Die Arbeitslosenzahlen sind etwas verhaltener zurückgegangen als saisonal üblich. Ein Grund hierfür ist die Erfassung und Registrierung von Menschen mit ukrainischer Staatsbürgerschaft durch die Jobcenter, die zu einem statistischen Effekt führt.“ Ob sich in den nächsten Wochen weitere Faktoren wie steigende Energiepreise auf den heimischen Arbeitsmarkt auswirken, bleibe abzuwarten.

Über Kurzarbeit nachdenken

„Nach wie vor“, so Steinkühler weiter, „haben wir mit knapp 6 000 offenen Stellen einen hohen Bestand, der den Arbeitskräftebedarf in der Region zeigt.“ Fachkräfte in der Region zu halten, sei ein wichtiges Ziel, ganz besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. „Wir appellieren daher an Unternehmen, die sich aufgrund der Situation in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, über das Instrument der Kurzarbeit nachzudenken und sich rechtzeitig bei uns in der Arbeitsagentur beraten zu lassen“, sagt Steinkühler.

Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Erfreulich: Im September waren wieder weniger junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Denn viele junge Menschen, die sich nach Beendigung ihrer Ausbildungen in den Sommermonaten vorübergehend arbeitslos gemeldet hatten, konnten mittlerweile eine neue Arbeit aufnehmen. Weiter gut stünden die Chancen laut Steinkühler kreisweit für Ausbildungssuchende, die jetzt noch einen Ausbildungsberuf ergreifen wollen: „Im nun beginnenden Zeitraum der Nachvermittlung von Oktober bis Dezember bewegen unsere Berufsberater gemeinsam mit lokalen Netzwerkpartnern sehr viel dafür, dass möglichst kein Jugendlicher am Übergang von der Schule in den Beruf verloren geht und die Chancen auf einen Ausbildungsplatz ergriffen werden können.“

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