Rückgabe ist reine Kulanz: Bislang wenig Geschenke umgetauscht 

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Nach Weihnachten werden unliebsame Geschenke gerne wieder umgetauscht.

Altena - „Oh, vielen Dank, das habe ich mir immer schon gewünscht,“ heißt es im besten Fall beim Geschenkeauspacken unterm Weihnachtsbaum. Hier und da folgt dem ungeduldigen Auswickeln jedoch ein fragender Blick oder ein steifes Grinsen: 

Das Geschenk entspricht nicht den Vorstellungen des Empfängers. Dann hat der Beschenkte die Möglichkeit, das Präsent umzutauschen – vorausgesetzt, der Händler erlaubt die Rückgabe. Tatsächlich nimmt ein Händler auch einwandfreie Ware nur aus reiner Kulanz entgegen, anders als im Online-Handel, wo der Verkäufer gesetzlich dazu verpflichtet ist. In der Buchhandlung Katerlöh wurden bislang erst zwei Bücher umgetauscht, generell komme dies jedoch nicht so oft vor. „Mal haben die Leute vielleicht ein Buch doppelt oder es ist einfach das Falsche“, sagt Gerhild Gütting von Katerlöh. 

Besonders häufig sei dort in der Vorweihnachtszeit Peter Pranges Altena-Roman „Unsere wunderbaren Jahre“ gekauft worden – auch als Geschenk. „Da rechnen wir ein bisschen damit, dass davon das eine oder andere Buch zurück kommt“, sagt Gütting. Der Roman, der mittlerweile auf Platz 16 der Spiegel-Bestsellerliste steht, sei in Altena besonders oft über die Ladentheke gegangen – daher sei es gut möglich, dass einige damit Beschenkte bereits ein Exemplar zu Hause hätten. Bei Katerlöh ist man kulant – es besteht auch ohne Kassenzettel die Möglichkeit, umzutauschen: „Man kennt ja auch die Leute in so einem kleinen Ort“, sagt Inhaberin Gerlinde Fuhrmann. 

Drei Monate lang haben die Kunden Zeit, tadellos erhaltenen Buchgeschenke gegen Bargeld oder Gutschriften einzutauschen. „Die meisten entscheiden sich für eine Gutschrift, um dann zu einem späteren Zeitpunkt ein anderes Buch zu kaufen,“ sagt Fuhrmann. Idealerweise ist das zurückgegebene Buch dann noch in der Folie verpackt – bei Gebrauchsspuren werden Waren nicht mehr zurückgenommen. In anderen Läden, wie SP:Schmitz, toom, dem „Haus der Geschenke“ oder dem Ledershop wurden bislang ebenfalls kaum bis keine Geschenke umgetauscht.

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