Auf dem Rücken einer Harley durch Amerika

Eine Gruppe Altenaer erkundete auf der Harley den Westen Amerikas.

ALTENA - Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, auf einer Harley Davidson durch Amerika zu cruisen?

Der 49jährige Dahler Klaus-Michael Erkelenz erfüllte sich diese Vision zum ersten Mal vor zehn Jahren: Auf der legendären Route 66 von Chicago nach Los Angeles ließ sich der Ingenieur den warmen Fahrtwind und jede Menge Freiheit um die Nase wehen. „Die Erlebnisse waren atemberaubend. Für mich stand sofort fest: Das mache ich noch Mal“, schwärmt der gebürtige Hagener von seiner ersten Tour. Den nächsten Trip wollte er mit anderen Motorrad- und Amerika-Fans starten, denn „in einer Gruppe begeistert das Bikerfeeling doch noch mehr“, schwärmt Erkelenz. 2010 sollte es dann nicht über die Route 66 gehen: Der Ideengeber arbeitete präzise eine neue Route von San Francisco nach New Orleans aus und fand in Nico, Robin und Bernhard Tönnesmann sowie Axel Grefe, Klaus Kaiser und Jörg Weber schnell Bikerfans, die mit ihm auf die Traumtour gehen wollten. „Wir sind am 9. Juli losgeflogen und haben unsere Harleys in San Francisco stolz in Empfang genommen“, berichtete Jörg Weber am vergangenen Samstag.

Die Motorradfreunde hatten zu einer Filmvorführung in die Gaststätte Droste eingeladen und erklärten den zahlreich erschienenen Freunden und Bekannten auch Einzelheiten über eine solche Harley-Davidson-Tour: „Wir haben eine One-Way-Tour gebucht. Da werden die Harleys vom Zielort zurücktransportiert.“

Die Reise beeindruckte durch Städte-Höhepunkte wie San Francisco mit dem Abfahren der berühmten Golden Gate Bridge und Las Vegas. Auch das Monument Valley, im Bundesstaat Arizona, das bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten bekannter Filme diente, oder die Fahrt durch die atemberaubende Natur der Rocky Mountains haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die sieben Biker verbrachten genau 14 Tage „on the Road“, dann hieß es in New Orleans Abschied von den Harleys zu nehmen. „Wir hätten die Maschinen auch bis nach Key West fahren können, doch das hätte die Tour fast unbezahlbar gemacht“, erklärte Michael Erkelenz.

So nahm die Truppe zum guten Schluss stattdessen einen Flieger nach Miami und genoss drei weitere Tage Karibikatmosphäre in Key West. Und auch ohne den heißen Ofen weiß Tourenplaner Erkelenz von Amerika zu schwärmen: „Key West ist ein gemütliches Städtchen mit Karibikflair, das ich so nie erwartet hätte“. Es sei voller Spuren vieler Berühmtheiten wie Ernest Hemingway oder Humphrey Bogart. „Einfach anziehend.“

vonBrigitte Grefe

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