500. Reformationsjubiläum: Für ein Jahr Arbeit in der Lutherstadt Wittenberg

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Tim Rothe ist einer von 200 ehrenamtlichen Volunteers. Er arbeitet bis zum Jahresende in der Lutherstadt Wittenberg.

Altena -  Tim Rothe engagiert sich seit seiner Jugend in der Gemeindearbeit. Aktuell gehört der 20-Jährige dem Presbyterium der evangelischen Kirche Altena an, in das er direkt gewählt wurde. Sein Fachgebiet: Die Jugendarbeit.

Beim Besuch des evangelischen Kirchentages in Stuttgart reifte in dem jungen Mann die Idee, am 500. Reformationsjubiläum 2017 als Mitarbeiter aktiv mitzuwirken. Der Altenaer, der anstrebt, eine Ausbildung im Bereich Kommunikation/Mediengestaltung zu absolvieren, bewarb sich als Bundesfreiwilligendienstler (BufDi) beim Reformationsjubiläum 2017 e.V. in der Lutherstadt Wittenberg. Und seine Bewerbung und persönliche Vorstellung auf eine entsprechende Ausschreibung für den IT-Service (Interne Dienste mit dem Schwerpunkt der Pflege der Hard- und Software, Support für PC’s, Notebooks, Beseitigung von Fehlern bei Druckern, Netzwerken, Officeanwendungen) in der Lutherstadt war so erfolgreich, dass er gleich eingestellt wurde. „Jetzt arbeite ich an einem ganz besonderen Ort“, freut sich Rothe.

Die Lutherstadt Wittenberg vergleicht er so ein klein wenig mit Altena, auch wenn die Stadt „natürlich größer ist.“ Alles sei dennoch überschaubar, irgendwie familiär. Rothe nennt Termine wie den Reformationssommer, die Weltausstellung Reformation, das Projekt Luther-Truck (von Wittenberg aus fährt ein Info-Truck durch die ganze Welt) oder auch die KonfiCamps mit mehr als 1400 Teilnehmern pro Woche. Auch hier darf er als einer von mehr als 200 Volunteers, die freiwillig vor Ort sind, helfend mitwirken. Der junge Mann genießt die Begegnungen mit den Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Und: Er fand vor Ort sogar schon eine liebe Partnerin, verrät er augenzwinkernd. Luther habe mit der Reformation nicht nur ein neues religiöses Selbstbewusstsein geschaffen. Er habe ganze Berufsstände, auch die deutsche Literatur, die Musik und die Wissenschaft mit seiner geistigen Revolution geprägt, führt er aus. 

Zahlreiche Männer und Frauen aus dem Märkischen Kreis vertreten

Er sei persönlich sehr dankbar, das alles zum 500. Jubiläum ausgerechnet dort zu erleben, wo der Überlieferung nach der Thesenanschlag des Reformators an der Schlosskirche zu Wittenberg stattfand und alles begann. Aus den verschiedenen Großereignissen, die in Wittenberg stattfinden, ragen nach Ansicht von Rothe zwei hervor: Die Weltausstellung der Reformation vom 20. Mai bis 10. September und als Abschluss der Kirchentage am 28. Mai der Festgottesdienst. „Dann werden wohl mehr als 300 000 Besucher in der Stadt sein.“ Bekannte aus Altena hat Rothe „noch keine getroffen. Nur ein Freund aus Iserlohn ist mir schon begegnet.“ Zum Team der Volunteers gehörten allerdings auch zahlreiche Frauen und Männer aus dem Märkischen Kreis. Das Sauerland sei gut vertreten. Aktuell überlegt Rother, ob er sein BufDi-Jahr bis zum Jahresende verlängert, „weil es mir in Wittenberg so gut gefällt.“ 

Dann behielte er sein Fahrrad vor Ort, mit dem er täglich von seinem Arbeitsplatz in der Innenstadt etwa zehn Minuten bis in eine Plattenbau-Siedlung hinaus radelt, wo er wohnt. Hat der Dienst in Wittenberg seinen Berufswunsch verändert? Der 20-Jährige denkt kurz nach und kann sich heute vorstellen, „auch als Gemeindepädagoge oder Jugendreferent zu arbeiten. VieIleicht nehme ich nach den Erfahrungen in Wittenberg ein entsprechendes Studium auf?“, sagt er.

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