Gewerbeflächen fehlen im MK

Rosmart 2.0: Rückenwind für umstrittenes Gewerbegebiet

Die Bürgerinitiative „Pro Brunscheider Höhen“ hat vor der Corona-Pandemie regelmäßig zu Aktionen vor Ort eingeladen. Jetzt haben die Gegner des interkommunalen Gewerbegebietes einen Teilerfolg errungen.
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Die Bürgerinitiative „Pro Brunscheider Höhen“ hat vor der Corona-Pandemie regelmäßig zu Aktionen eingeladen, um gegen Rosmart 2.0 zu protestieren.

Platz für Gewerbe wird dringend benötigt: Allein in Altena fehlen 15 Hektar, in Lüdenscheid sogar 120. Die Pläne für das umstrittene Gewerbegebiet Rosmart 2.0 bekommen neuen Rückenwind.

„Gewerbegebiete sind eins der drängendsten Probleme in der Region“, sagte der Bau-Abteilungsleiter der Stadtverwaltung, Roland Balkenhol, im Ausschuss für Stadtentwicklung und verwies darauf, dass laut Regionalplan in Altena immer noch 15 Hektar fehlen und in Lüdenscheid sogar 120 Hektar.

Zusammen genommen entspricht das einer Fläche von etwa 200 Fußballfeldern. Der geplanten Erweiterung des Gewerbeparks Rosmart, die sehr unumstritten ist, verleiht diese Feststellung natürlich enormen Rückenwind. Allerdings stehen auf Lüdenscheider und Altenaer Stadtgebiet maximal 20 Hektar zur Verfügung – also allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine der drei Anrainer-Kommunen hat sich bereits von den Plänen verabschiedet.

Der Regionalplan definiert auch sogenannte Siedlungsbereiche. „Eine zeichnerische Festlegung erfolgt dabei regelmäßig ab einer Größe von zirka zehn Hektar beziehungsweise ab einer Einwohnerzahl von mehr als 2000“, schreibt dazu die Bezirksregierung. Vor diesem Hintergrund leuchte es ein, dass der Nettenscheid in dem Entwurf nicht mehr als Siedlungsbereich dargestellt werde, sagte Balkenhol.

Nicht ganz nachvollziehen könne er aber, dass der Mondhahn in Dahle ebenfalls herausgenommen werden soll. Der stehe schließlich im direkten Zusammenhang mit dem Dorf Dahle, das Siedlungsbereich bleiben soll. Auswirkungen auf die bestehende Bebauung hätten solche Änderungen übrigens nicht, betonte Balkenhol: Bestehende Bebauungspläne behielten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

Übrigens weist der Entwurf des Regionalplans auch für den Bau von Windenergieanlagen prädestinierte Flächen aus. In Altena gibt es keine einzige, dafür aber bei Neunrade – und zwar im Raum Affeln. Auf dem Kohlberg hingegen, wo die Windräder-Baustelle derzeit ruht, sieht die Regionalplanung ebenfalls keine Flächen für die Windenergie vor.

Womöglich ein Punkt, den Balkenhol ansprechen wird, wenn er der Bezirksregierung die Stellungnahme der Stadt zur Neuaufstellung des Regionalplans schickt. Dazu hat er bis Juni Zeit. „Ich hoffe auch auf Input durch den Ausschuss“, sagte der Abteilungsleiter.

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