Rosmart: Nolte-Gruppe ändert ihre Pläne

So sollte es aussehen, das neue Opel-Autohaus im Gewerbepark. Jetzt hat die Nolte-Gruppe ihre Pläne geändert – das Umfeld auf Rosmart entspreche nicht den Erwartungen der Kunden, bedauert Petra Pientka.

ALTENA - Die gute Nachricht zuerst – es wird in absehbarer Zeit wieder ein großes Opel-Autohaus in erreichbarer Nähe geben. Schlecht aus Altenaer Sicht: Es wird nicht auf Rosmart entstehen. Die Gebrüder Nolte-Gruppe hat ihre Pläne geändert und vom Märkischen Kreis ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück an der Hohen Steinert in Lüdenscheid erworben.

2006 hatte die Nolte-Gruppe ein Grundstück auf Rosmart gekauft, um dort ein Opel-Autohaus zu errichten. Die Pläne wurden immer wieder nach hinten verschoben – erst wartete das Unternehmen auf das neue Opel-Image, dem sich alle neuen Autohäuser unterzuordnen hatten, dann kam die existenzielle Krise des Rüsselheimer Autobauers dazwischen. Als Opel 2008 ins Schlingern geriet, hatte der von der Nolte-Gruppe beauftragte Architekt seine Pläne schon fertig, wenig später erteilte die Stadt die Baugenehmigung für ein L-förmiges Werkstatt- und Verkaufsgebäude direkt gegenüber der Firma MN.

Die Opel-Krise scheint überwunden, Nolte holt die Pläne wieder aus der Schublade – verwirklicht werden sie an einem anderen Standort. „Rosmart hat sich leider nicht so entwickelt, wie das erwartet worden ist“, bedauert Petra Pientka von der Nolte-Unternehmensführung und weist darauf hin, dass der Gewerbepark mangels Firmen quasi menschenleer ist. „Ein Autohaus braucht auch ein Umfeld, damit die Kunden sich dort wohlfühlen“, sagt Pientka und fragt, was wohl eine Frau mit zwei kleinen Kindern auf Rosmart unternehmen soll, während an ihrem Opel die Reifen gewechselt oder sonstige Wartungsarbeiten vorgenommen werden.

Mit der Entscheidung für die Hohe Steinert hat die Nolte-Gruppe das Grundstück im Gewerbepark Rosmart nun übrig – sie sei an einem Verkauf interessiert, gab die Unternehmerin zu erkennen.

Uwe Krischer, einer der drei Geschäftsführer der Gewerbepark Rosmart GmbH, bedauert die Umorientierung der Nolte-Gruppe: „ Das hätte gut dorthin gepasst“. Das architektonisch reizvolle Autohaus sollte zusammen mit der gegenüberliegenden Firma MN ein attraktives Entree für das Gewerbegebiet bilden. „Ein Gebäude wie ein Schuhkarton kann ich mir da kaum vorstellen“, meint Krischer

Abzuwarten bleibt, was passiert, wenn die Nolte-Gruppe tatsächlich einen Käufer für die 5000 Quadratmeter große Fläche findet. Es gebe, so deutet Krischer an, mit Nolte vertragliche Vereinbarungen darüber, wie die Bebauung an dieser Stelle auszusehen habe.

von Thomas Bender

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