Rosmart-Kritik wird lauter

ALTENA - Kritik vor laufenden Kameras: In einem Interview mit einem Fernsehsender äußerte Jürgen Gundermann, Geschäftsführer der MN Kaltformteile, den Verdacht, dass mangelnde Flexibilität die Vermarktung der Grundstücke im Gewerbepark Rosmart erschwert. MN ist eine von erst drei Firmen, die dort ansässig sind. Gundermann spielte mit seinem Beitrag darauf an, dass die Gewerbepark Rosmart gleich drei (unbezahlte) Geschäftsführer hat – je einem aus jeder der drei beteiligten Kommunen Altena, Lüdenscheid und Werdohl.

Kritik auch aus Lüdenscheid: Die dortige Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU fordert eine „überregionale und professionelle Vermarktung“, um endlich mehr Grundstücke an den Mann zu bringen. Nach Angaben der Lüdenscheider CDU werden die drei beteiligten Kommunen in diesem Jahr fast 1,2 Mio. Euro für den Gewerbepark aufbringen müssen. Davon zahle Altena mit 516 000 Euro den größten Anteil. Selbst der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Schulte bezeichnete das Gewerbegebiet vor wenigen Tagen bei einer Podiumsdiskussion in Lüdenscheid als eher schlechtes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit.

In Werdohl sieht zumindest die mit sieben Sitzen im Rat vertretene Bürgergemeinschaft das Gewerbegebiet als „Fass ohne Boden“. Ihr Vorsitzender Thomas Janikowski hat sich deshalb dafür ausgesprochen, dass die Stadt Werdohl aus der GmbH aussteigt. - ben.-

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