Rosmart: Dumping-Preise sind keine Alternative

Ossenberg-Schule & Söhne verlassen die Stadt Altena.

ALTENA - „Es tut mir weh, wenn ein Unternehmen wie Ossenberg-Schule & Söhne die Stadt verlässt.“ Das sagt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.

Gestern, am ersten Arbeitstag nach den Ferien, unterstrich er noch einmal, dass er alles versucht habe, das Traditionsunternehmen am Ort zu halten. Doch Hollstein sieht keinen Korrekturbedarf in der Vermarktungsstrategie des Drei-Städte-Gewerbeparks Rosmart. Im Deilinghofener Industriegebiet steckten gewaltige Fördermittel. Es sei unbestritten, dass das dazu führe, Quadratmeter günstiger anbieten zu können. Aber Altena und seine Partner seien eben nicht in der Lage und auch nicht Willens, ihre „I a Lage mit super Autobahnanbindung“ quasi zu verschenken. „Wir können das nicht. Bei uns stecken bis auf die Straße keine Fördermittel in dem Projekt.“

Hollstein bezeichnet die Rosmart-Preise nach wie vor als „fair kalkuliert.“ Natürlich könnten alle drei Partner morgen am Tag einen weiteren Baumarkt dort ansiedeln, „aber das wollen wir nicht.“ Von Stillstand oder Fehlentscheidungen zu reden, treffe aber nicht den Kern. So erinnerte das Stadtoberhaupt erst an die kürzliche Neu-Ansiedlung einer Firma aus Halver. Hollstein riet allen Kritikern, die Vergleichspreise der LEG (Landesentwicklungsgesellschaft) einmal zu studieren. „Wir liegen nicht außerhalb der Konkurrenz. Wir bewegen uns allenfalls im mittleren bis oberen Bereich.“ Erst im letzten Jahr hätten unabhängige Fachleute die aktuelle Rosmart-Vermarktungslinie „ausdrücklich bestätigt.“ Trotzdem verhehle er nicht, dass die Stadt bei Abwanderungen wie Ossenberg-Schule & Söhne „in der Bredouille“ sei. Dumping mache er aber nicht mit. „Ich habe im Rahmen unserer Möglichkeiten angeboten, noch an kleinen Schrauben zu drehen. Mehr war nicht drin.“

vonJohannes Bonnekoh

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