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Rohstoffeffizienz: Firma Möhling vom Bundesministerium ausgezeichnet

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Von: Thomas Bender

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Freuen sich über die Auszeichnung: Martin Seuthe, Britta Hölper und Daniel Winkelmeyer von der Firma Möhling.
Freuen sich über die Auszeichnung: Martin Seuthe, Britta Hölper und Daniel Winkelmeyer von der Firma Möhling. © Bundeswirtschaftsministerium

Hohe Auszeichnung für die Dahler Firma Möhling: Sie ist Teil eines Forschungsprojektes, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz für ihre Forschung im Bereich so genannter Zinkknetlegierungen und ihrer Kaltumformung mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis ausgezeichnet wurde.

Altena – Die Nominierung im bundesweiten Wettbewerb erfolgte bereits im Sommer. Nun steht fest: Die Gewinner in der Kategorie Forschung kommen aus Südwestfalen. Die Möhling GmbH & Co. KG wurde als Mitglied eines Industrie-Konsortiums unter der Federführung der Fachhochschule Südwestfalen als Gewinner in der dieser Kategorie ausgezeichnet.

In dem ausgezeichneten Forschungsprojekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert wurde, geht es um die Anwendung von Zinkknetlegierungen (ZEP) bei Umformprozessen. Die neue leichte, bleifreie Knetlegierung auf Zinkbasis kann als Ersatz für Messing und andere Kupferlegierungen beim Walzen, Pressen, Ziehen oder Schmieden eingesetzt werden.

Die Entwicklung, mit der eine verbesserte Energieeffizienz und CO2--Bilanz erreicht wird, ist aufgrund ihrer Materialeigenschaften und der Beteiligung verschiedener Branchen innerhalb des Industrie-Konsortiums breit anwendbar.

„Die im Rahmen dieses Forschungsprojekts gesammelten Ergebnisse zur Verarbeitbarkeit von Zinkknetlegierungen im Bereich der Kaltmassivumformung bieten unseren Kunden große Mehrwerte, die wir in den kommenden Monaten vermarkten werden“, erläutert Martin Seuthe, Betriebsleiter der Firma Möhling. So habe die Zinkknetlegierung die gleichen Produkteigenschaften wie Messing, habe aber erhebliches Potenzial bezüglich der Reduktion des CO2-Ausstoßes, der Kosteneinsparung und der Energieeinsparung. „Ebenso entfallen Schwermetalle als Legierungsbestandteile“, erläutert Seuthe einen weiteren Vorteil.

Das Forschungsprojekt und die Bewerbung wurden gemeinsam von der Fachhochschule Südwestfalen, vom Gesamtverband der Deutschen Buntmetallindustrie, der Möhling GmbH & Co. KG, der Müller Engineering GmbH & Co. KG, der Grillo-Werke AG, dem Metallpresswerk Hohenlimburg GmbH und der Carl Bechem GmbH durchgeführt.

Dr. Franziska Brantner, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, sagte bei der Preisverleihung: „Für Deutschlands Industrie ist eine sichere Rohstoffversorgung sowie ein intelligenter und nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Krisenzeiten, in denen uns die globalen Abhängigkeiten vor Augen geführt werden“. Der sparsame und effiziente Einsatz von Rohstoffen sei ein entscheidender Baustein nachhaltiger Entwicklung und eine wichtige Säule des European Green Deals. Die diesjährigen Gewinner des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises stünden beispielhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet.

Mit dem Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis zeichnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz seit 2011 herausragende Beispiele im Bereich rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierte Forschungsergebnisse aus.

„Für uns ist die Auszeichnung das Ergebnis gemeinsamer erfolgreicher Forschungsarbeit. Der für den langfristigen industriellen Erfolg Südwestfalens notwendige Schulterschluss zwischen Forschung und Industrie wurde in diesem Projekt mit allen Partnern äußerst erfolgreich, innovativ und zukunftsweisend umgesetzt“, sagte Britta Hölper, Geschäftsleitung der Möhling GmbH & Co. KG im Rahmen der Verleihung.

Das Unternehmen danke allen Projektteilnehmern für „die spannende Kooperation und der Fachhochschule Südwestfalen für die professionelle Leitung dieser Forschungsarbeit.“.  ben-.

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