Rohrbruch vor den Stadtwerken

Noch am Vormittag waren Techniker damit beschäftigt, den Rohrbruch vor dem Eingang der Stadtwerke zu beheben.

ALTENA ▪ Mit gewaltiger Kraft bahnte sich am Dienstag gegen 11 Uhr eine mächtige Wasserfontäne aus dem Untergrund ihren Weg in die Höhe. Wasserrohrbruch – direkt vor dem Haupteingang der Stadtwerke an der Linscheidstraße 52. Von Johannes Bonnekoh

Ursache war in etwa 120 Zentimeter Tiefe ein Gussrohr, das noch aus den 1930er Jahren stammte. Es gehörte einmal zum ehemaligen Hauptwassernetz der Stadt. Zwar haben die Stadtwerke und das Abwasserwerk längst ein paar Meter weiter das Versorgungs-Rohrsystem erneuert, doch durch diese Art von Bypass wurden noch immer Teile des Linscheids mit Trinkwasser versorgt. 12 Bar Druck hielt das historische Rohr am Dienstag nicht länger aus, die Folge war ein Durchbrechen des Asphaltes vor dem Stadtwerke-Haupteingang und ein teilweises Überfluten des nahen Parkplatzes.

Bis weit nach 19 Uhr waren Techniker der Stadtwerke in strömendem Regen damit beschäftigt, das Rohr nicht nur freizulegen, sondern auch wieder zu reparieren. Dafür musste im Versorgungsbereich Linscheid das Wasser komplett abgestellt werden. Was wiederum bei zahlreichen Bürgern nicht auf ungeteilte Zustimmung stieß, sie fühlten sich nicht recht informiert, hätten gerne vor dem Beginn der Reparaturen noch Wasser in die Badewanne oder Töpfe und Behältnisse gegeben. Das sagten zumindest Schaulustige, die sich die Reparaturarbeiten beim Gassigehen mit ihren Vierbeinern ansahen.

Mit Handarbeit konnten die Techniker dem Schaden nicht zu Leibe rücken. Mit zwei Baggern musste die Straße und der Gehsteig aufgebrochen werden, um an die schadhaften Rohrleitungen zu kommen. Und noch gestern früh waren die Techniker damit beschäftigt, das Malheur endgültig zu beheben. Zwar lief da das Wasser wieder aus den Hähnen der Bürger in den Haushalten, aber es galt, das riesige Baggerloch zu schließen und auch den Gehweg wieder herzurichten.

Dass ausgerechnet vor den Stadtwerken ein Rohrbruch passierte, hat schon fast etwas Humoriges. Das sei so oft auch noch nicht passiert, meinte Werkleiter Marc Bunse. Normalerweise sei es auch so, dass bei Wasserrohrbrüchen das austretende Nass im Unterboden versickere. Obwohl der Boden am Linscheid sehr aufnahmefähig sei, hätte aber der hohe Druck, mit dem das Wasser durch die Leitung gedrückt werde, dazu geführt, dass es zu der Überflutung kam. Mit dem neuen Bypass sei jetzt aber wieder alles im grünen Bereich.

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