Röll und Hollstein freuen sich über den Erfolg

Anne Rohde

ALTENA/NACHRODT ▪ „Doch, schon“ – das sagte Anne Rohde am Mittwoch offiziell auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, die neue Sekundarschule zu leiten. Beim Smalltalk nach einer Pressekonferenz ließ sie dann die Bemerkung fallen, dass sie dann in zwei Jahren auch ein Büro im heute noch von der Realschule genutzten Schulgebäude in der Nette brauche.

Das waren Zwischentöne, die Dr. Andreas Hollstein und Jürgen Röll gerne gehört haben dürften. Für die beiden Verwaltungschefs von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde wäre die 53-Jährige die Idealbesetzung für diese Stelle. Bisher hatte es Rohde aber offen gelassen, ob sie sich für diesen Job interessieren könne. Sie sei zunächst einmal nur damit beauftragt, das Anmeldeverfahren durchzuführen, hatte sie in den vergangenen Wochen ein ums andere Mal betont.

Allerdings: Ob sie’s wird, entscheidet am Ende die Bezirksregierung. Sie muss nun das formelle Verfahren zur Besetzung der Schulleiterstelle starten. Neben Rohde kann sich jeder andere Lehrer bewerben, der die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt.

„Wir wären sehr glücklich, wenn sie das machen würde“, sagte dessen ungeachtet Röll und Hollstein lobte, wie „toll und engagiert“ die Altenaerin sich in das Verfahren gestürzt habe – sie sei zweifellos „die Sympathieträgerin“ der neuen Schule und habe maßgeblich dazu beigetragen, dass das Anmeldeverfahren ungeahnt erfolgreich sei. Über 80 Anmeldungen lagen bis gestern, 16 Uhr, vor – das Verfahren war da noch nicht abgeschlossen.

Am Donnerstag entscheidet sich, wie es weitergeht. Rohde und ihr Team werden zunächst prüfen, ob alle Anmeldungen auch formal richtig sind – es kommt zum Beispiel vor, dass nicht sorgerechtsberechtigte Eltern die Anmeldeformulare unterschreiben. Anschließend muss festgelegt werden, wie viele Kinder überhaupt aufgenommen werden können. Es existieren noch keine verbindlichen Richtzahlen für die Klassenstärken der neuen Schulform, hier ist eine kurzfristige Entscheidung der Schulaufsicht gefragt.

Die Entscheidung für die Sekundarschule sei allen Skeptikern zum Trotze richtig gewesen, kommentierte Hollstein den Erfolg des Anmeldeverfahrens: „Sie sichert vor Ort die besten Bildungschancen für alle Kinder – und darüber bin ich froh.“

Von Thomas Bender

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare