Sechs Männer angeklagt

Versuchter Mord: Rocker-Prozess wird neu aufgerollt

Prozess Bandidos
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Gegen Mitglieder und Unterstützer der Bandidos wird vor dem Landgericht verhandelt.

Der Rocker-Prozess im Landgericht musste auf Eis gelegt werden, als eine Richterin hinwarf. Nun stehen die sechs Männer aus Altena, Iserlohn und Hagen erneut vor Gericht. Unter anderem wegen versuchten Mordes.

Altena – Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen und mit großem öffentlichen Interesse hatte der Rocker-Prozess gegen sechs Männer aus Altena, Iserlohn und Hagen im August 2020 im Landgericht Hagen begonnen. Ihnen wird Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, versuchter Mordes, illegalen Waffenbesitzes und andere schwere Straftaten vorgeworfen. Der Prozess musste abgebrochen werden, als eine beisitzende Richterin Mitte September 2020 aus „persönlichen Gründen“ hinwarf und zurücktrat.

Nun beginnt die Verhandlung von vorne. Ab Donnerstag (14. Januar) müssen sich die sechs Männer im Alter zwischen 27 und 54 Jahren erneut im Landgericht Hagen verantworten. Mit Ausnahme eines Angeklagten aus Hagen sollen sie der Rockergruppe Bandidos angehören.

Anklage: Zwei Mordversuche an Rivalen

Im nun nochmals startenden Prozess legt die Staatsanwaltschaft den Angeklagten folgende Straftaten zur Last: Sie sollen im September 2018 unter anderem versucht haben, ein Mitglied der rivalisierenden Freeway Riders zu töten. Und zwar, in dem sie auf ihn schossen, als der Mann im Auto flüchtete. Die Schüsse verfehlten ihr Ziel. Die Absicht ihrer Mandanten zu töten hatten die Verteidiger beim ersten Prozess-Anlauf dementiert

Einen weiteren – ebenfalls erfolglosen – Mordversuch soll es einen Tag später gegeben haben, als einer der Angeklagten (34) aus einem fahrenden Auto auf einen Mann schoss, der in einem Pkw in Richtung Clubheim der Freeway Riders fuhr. Zudem stellte die Polizei im Januar 2020 in der Wohnung dieses Angeklagten insgesamt 81 so genannte „Bubbles“ mit insgesamt mehr als 20 Gramm Kokain sicher. Bis zum Urteil wird es dauern: Für den Prozess sind insgesamt 31 Verhandlungstage bis zum 23. September 2021 vorgesehen.

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