Rieseninteresse am Altenaer Burgaufzug

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Mehr als 70 Bürger besuchten die offene Fraktionssitzung von Bündnis 90/Die Grünen. Rekord. Sie wappneten sich mit Helmen für den Besuch des Stollens.

ALTENA - Die Zustimmung zum Burgaufzug wächst. Und so wollten Montag Abend mehr als 70 Altenaer aus erster Hand erfahren, wie weit die Planungen für den Erlebnis-Aufzug aktuell sind. Sie waren einer Einladung der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen gefolgt und kamen ins Stadtumbaubüro an der Lennestraße 45.

Nach Begrüßungsworten durch den Grünen-Fraktionschef im Rat, Oliver Held, übernahm Stadtplaner Roland Balkenhol die Aufgabe, den Interessierten das Regionale-Projekt im Detail vorzustellen. Dazu gehörte auch eine Führung durch den Stollen hinter dem Asylbewerberwohnheim, der einmal Eingang zum Erlebnisaufzug werden soll. Die Schutzhelme reichten bei weitem nicht und weil auch elektrisches Licht in dem alten Luftschutzbunker fehlt, mussten kleine Taschenlampen herhalten, um vor Ort zu erfahren, welche Schritte für die Umsetzung des Burgaufzuges an dieser Stelle nötig sind.

Schutzhelme gingen aus

Balkenhol verstand es humorig und mit viel Sachverstand, sowohl den Architektenwettbewerb als auch das preisgekrönte Ergebnis vorzustellen und seine eigene Begeisterung über zu bringen. Wie berichtet, soll eben nicht nur der preisgekrönte erste Entwurf eins zu eins umgesetzt werden, sondern vielmehr eine Art Mix entstehen, damit die für Altena beste Lösung herauskommt. Deshalb ließ der Stadtplaner keinen Zweifel daran, dass dieses Projekt noch weiter verfeinert, verbessert und überarbeitet wird, natürlich unter Einbeziehung der Öffentlichkeit und damit aller interessierter Bürger.

Es gab Montag viel Zustimmung, es gab aber auch bohrende Nachfragen etwa zur Höhe der veranschlagten Folgekosten, zu möglichen Parkproblemen von Bussen und Touristen-Pkw. Balkenhol präsentierte seinen Zuhörern „vorsichtige Schätzzahlen“, wies eins ums andere Mal auf ähnliche Projekte in Deutschland hin und ermunterte die Besucher, sich weiter aktiv am gesamten Projekt Stadtumbau Altena zu beteiligen. Er sprach von Aufbruchstimmung, die sich auch im neu erarbeiteten Tourismuskonzept niederschlage, das Donnerstag im Rathaus vorgestellt wird. „Nächstes Jahr bauen wir die Lenneterrassen, der Aufzug kann 2013 fertig sein“, blickte er nach vorn.

2013 kann alles fertig sein

Dass die Macher dieses Papiers mit dem ersten Preisträger des Burgaufzugs-Projekts bereits zusammen gearbeitet hätten, „wussten wir bei der Preisverleihung nicht. Aber es ist sicherlich nicht hinderlich sondern eher das Gegenteil.“ Oliver Held, Grüne, abschließend: „Der Besuch hat bestätigt, wenn man sich nur zehn Minuten Zeit nimmt und mit dem Bürger konkret die Planungen durchgeht, wird für viele das Aufzugsprojekt einfach deutlicher und klarer.“ Er habe Montag Abend eine große Zustimmung gespürt.

Johannes Bonnekoh

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