Richtig wickeln will gelernt sein: Babysitter-Kurs läuft

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Diese Frauen schultern das Projekt Babysitter gemeinsam in der Stadt.

ALTENA - Richtig wickeln, füttern, spielen - all das können Jugendliche und junge Erwachsene im Babysitterkurs lernen. Die VHS bietet diesen Kurs in Zusammenarbeit mit der Stadt Altena und der Kita St. Matthäus an.

„In Nachrodt ist ein solcher Kurs vor einigen Jahren sehr erfolgreich gelaufen. Um auch in Altena einen aktuellen Pool an Babysittern anbieten zu können, möchten wir für den neuen Kurs werben“, erklärt Marlis van Gemert von der VHS.

„Meist sind es Schülerinnen ab 14 Jahren, die durch Kinderbetreuung ihr Taschengeld aufbessern möchten. Die Namen aller KursteilnehmerInnen werden in einer Kartei gespeichert und können in allen Kindergärten der Stadt eingesehen werden. Verwaltet und aktualisiert wird die Kartei in der Kita St. Matthäus“, berichtet Stefanie Bauer, Koordinatorin von „Früh am Ball“ und Mitarbeiterin des Familienzentrum Altena. In der Kita St. Matthäus finden ab 24. Oktober auch die sechs Treffen für den Herbstkurs statt, ein weiterer folgt im Februar des kommenden Jahres. Die angehenden Babysitter lernen außer richtig wickeln, füttern und halten auch, was in einem Notfall wichtig ist. Praktische Übungen, wie sinnvolle Beschäftigung und entwicklungsunterstützende Begegnungen mit den Kleinen werden ebenfalls vermittelt. Eine dreistündige Hospitation in der Kita St. Matthäus und ein DRK-Kurs für die „Erste Hilfe am Kind“ runden den Kurs ab. Die Leitung haben Kathrin Klose und Stefanie Bauer, die Kosten von 32 Euro übernimmt zur Hälfte die Stadt Altena für hier ansäsige Jugendliche.

Erste Anmeldungen liegen den Organisatorinnen bereits vor, durch Kontakte zu den weiterführenden Schulen, zum ObSt-Büro des BGA und durch Aushänge in den Kindergärten sollen weitere Jugendliche angesprochen werden. Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der VHS Lennetal.

Ist ein solcher Kurs und eine entsprechende Kartei wirklich notwendig? „Ja,“ bestätigt Christiane Fassmann, Pekip-Anbieterin und als Erzieherin in der Kita St. Matthäus tätig. „In vielen Familien können die Großeltern, so wie das früher üblich war, nicht zur Kinderbetreuung eingesetzt werden, weil diese Generation selber noch im Arbeitsleben steht. Dann gibt es Alleinerziehende, die nicht auf einen Partner zurück greifen können und durch Nachbarschaftshilfe können auch nicht alle Fälle abgedeckt werden. Es gibt bei uns in der Kita immer wieder Nachfragen von Eltern, die mal spontan, mal längerfristig einen Babysitter brauchen. „Vielen Eltern der zukünftigen Babysitter liegt sehr viel daran, dass ihre eigenen Kinder eine gewisse Vorbildung besitzen, wenn sie anderer Leute Kinder betreuen. Außerdem engagieren Eltern lieber einen Babysitter, der nachweisen kann, dass er im Umgang mit Kleinkindern geschult ist. Deshalb ist es schon sinnvoll, sich in einem Kurs zu qualifizieren und in einer Kartei geführt zu werden.

http://www.vhs-lennetal.de

von Silvia Sauser

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