Die Ernte ist bestens ausgefallen - VHS-Kochkursleiterin Annette Soennecken verrät ihre Rezepte

Rezepte rund um den Kürbis

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Gemüsehändler Ersan Acar freut sich über die Auswahl, die er seinen Kunden in seinem Geschäft am Markaner anbieten kann. „Kürbis wird zur Zeit viel gekauft.“

Altena -  Gemüsehändler Ersan Acar hat viel Butternut auf Lager, Annette Soennecken liebt Hokkaido. Die Kürbisernte ist in diesem Jahr vorzüglich ausgefallen. Liebhaber des Herbstgemüses können voll auf ihre Kosten kommen. „Ich habe in den drei vergangenen VHS-Kochkursen immer auf Kürbisrezepte zurückgegriffen“, erklärt Annette Soennecken. Eine Auswahl gibt sie gern preis.

„Ich liebe Kürbis als Gemüse, da er einfach und unkompliziert zubereitet werden kann. Natürlich lebt er von den Gewürzen!“ schwärmt die Kochkursleiterin der VHS Rahmede. Ein Vorteil ist seine lange Haltbarkeit: Man kann einen Kürbis einige Zeit kühl und dunkel lagern, bevor man ihn zubereitet. Soenneckens Favorit ist der Hokkaido-Kürbis von der gleichnamigen japanischen Insel, da er nicht geschält werden muss. Kürbisse eignen sich für jeden Geschmack, sind außerdem gesund und können zu verschiedensten Gerichten - egal ob pikant oder süß - verarbeitet werden. „Für mich ist der Kürbis eine Gemüseart, die am variabelsten bzw. sehr vielfältig verarbeitet werden kann.“

Für eine Kürbissuppe mit Orangengremolata für vier bis sechs Personen braucht es 1 Hokkaido-Kürbis (1 kg), 2 Zwiebeln, 30 g Butter, 500 ml Gemüsebrühe 1 Dose Kokosmilch, 4 Bio-Orangen 1 rote Pfefferschote, 40 g frischer Ingwer, Salz, Pfeffer und Zucker Zubereitung:1. Den Kürbis vierteln, entkernen und mit der Schale in Stücke schneiden. Zwiebeln würfeln und in der Butter glasig dünsten. Kürbis dazugeben, kurz andünsten und mit Brühe auffüllen. Zugedeckt 30 Min. leise kochen lassen.

2. Von 2 Orangen die Schale abreiben, den Saft aller Orangen auspressen (400 ml). Pfefferschote halbieren, entkernen, Ingwer schälen und beides fein würfeln. Orangenschale mit Ingwer und Pfefferschote zu einer Gremolata mischen. 3. Den Kürbis in der Suppe fein pürieren, Orangensaft und Kokosmilch dazugeben und aufmixen. Die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker kräftig würzen und mit Gremolata und Kürbiskernen bestreut servieren.

Vier Portionen Gebackene Hokkaidoschiffchen lassen sich aus 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg), 1 rote Chilischote, 3 El Honig, 6 El Zitronensaft, 20 g Sesam, Salz, 3 El Olivenöl, Pfeffer, Muskat, 1 Bund Minze, 1 unbehandelte Zitrone, 1 Knoblauchzehe und 300 g Vollmilchjoghurt wie folgt zubereiten: 1. Kürbis waschen und halbieren. Kerne mit einem Löffel herauslösen und den Kürbis in Spalten schneiden. Chili entkernen und in feine Ringe schneiden. Mit Honig, Zitronensaft, Sesam, Salz und Öl verrühren. Kürbis nebeneinander in eine große Auflaufform legen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, dann mit dem Zitronen-Honigsud beträufeln. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft nicht empfehlenswert) ca. 35 Min. backen und einmal wenden

2. Minzeblätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Zitronenschale abreiben. Knoblauch fein hacken. Joghurt mit Zitronenschale, Minze, Knoblauch und Salz verrühren. Zu den Hokkaidoschiffchen servieren.

Für ein Kürbis-Chutney fürzwei Portionen braucht es 400 g Muskatkürbis, 200 g Schalotten, 4 El Sonnenblumenöl, 300 g Apfel, 1 El braune Senfkörner, 1 El helle Senfkörner, 3 getrocknete Chilischoten, 1 Tl Koriandersaat, 1 Tl Kurkuma, 9 El brauner Rohrzucker, 120 ml Weißweinessig, 200 ml Weißwein, Salz und Pfeffer. Im ersten Arbeitsschritt Kürbis putzen und in feine Würfel schneiden. Schalotten fein würfeln. Öl in einem breiten Topf erhitzen, Kürbis und Schalotten darin andünsten. Äpfel schälen, entkernen, fein würfeln und kurz mitdünsten.

2. Senfkörner, Chilischoten, Koriander und Kurkuma zugeben. Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen. Mit Essig und Wein ablöschen, aufkochen und zugedeckt 2 Stunden bei milder Hitze kochen lassen. Nach und nach ca. 300 ml Wasser zugeben. Nach Ende der Kochzeit mit Salz und Pfeffer abschmecken, erneut aufkochen, heiß in sterile Twist-off-Gläser füllen und verschließen (hält sich ungeöffnet mindestens 2 Wochen). Das Chutney passt sehr gut zu Käse und Fleisch.

Von Ina Hornemann

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