Rettungsdienst: Reaktion auf sinkende Einwohnerzahl

Der Rettungswagen kommt auch weiterhin so schnell wie möglich.

ALTENA ▪ „Das ist eine reine Formalie. Es ändert sich nichts“ – so beruhigt Udo Winter, der Leiter der Rettungswache, jeden, der sich Sorgen wegen einer Änderung des Rettungsdienstbedarfsplans macht.

Die Stadt Altena wird darin wegen der gesunkenen Einwohnerzahl zum „ländlichen Raum“ degradiert.Rein theoretisch geht damit eine Änderung der Regeleinsatzzeiten daher. In Städten – so die Vorschrift – muss ein RTW im Ernstfall innerhalb von acht Minuten vor Ort sein. Für den ländlichen Raum sind 12 Minuten zulässig – Werte, die bei 90 Prozent aller Einsätze erreicht werden müssen. So sieht es das NRW-Rettungsdienstgesetz vor.

Dass die bisherigen Zeiten auch zukünftig eingehalten werden können, liegt laut Winter auf der Hand: Es bleibe dabei, dass auf der Wache rund um die Uhr je eine Besatzung für Rettungs- und den Notarzteinsatzwagen zur Verfügung stehe. Wenn die im Einsatz seien und dann ein zweiter Notfall eintrete, rücke auch weiterhin der „First Responder“ aus – zwei als Rettungsassistenten ausgebildete Feuerwehrleute mit einem Löschfahrzeug, das mit Defibrilator und anderen, lebensrettenden Gerätschaften ausgerüstet ist. „Das hat sich sehr bewährt“, sagt Winter zu diesem im Kreis in dieser Art einmaligen Modell.Zugute kommt der Stadt auch, dass im Zuge der Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans die Werdohler Wache aufgestockt wird. Dort wird werktags von 8 bis 18 Uhr ein zweiter Rettungswagen stationiert. „Dadurch ist auch für den Bereich der Stadt Altena von einer verbesserten Versorgung auszugehen“, heißt es in einer Vorlage für die Ratssitzung am Montag. Die tatsächliche Eintreffzeit eines RTW könne sich dann, wenn der in Altena stationierte RTW anderweitig gebunden sei, in einigen Fällen reduzieren.ben.-

Der Rettungsdienst soll auch zukünftig in acht Minuten vor Ort sein.

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