Reservisten kümmern sich um Russengräber

Eine dauerhafte Grabpatenschaft übernehmen die Altenaer Reservisten.

ALTENA ▪ ALTENA ▪ Nach der durch verschiedene Altenaer öffentlich geäußerten Kritik am Zustand der so genannten Russengräber auf dem alten Friedhof Mühlendorf ist das Thema jetzt in guten Händen.

Die Reservistenkameradschaft Altena mit ihrem Vorsitzenden Jörg Remscheidt hat sich der Sache angenommen. Und die ehemaligen Soldaten belassen es nicht beim Reden. Sechs Kameraden, verstärkt durch Ronja Heismann, Maximilian Bielenberg und Kubilay Kabadayi, Schüler der Gemeinschaftshauptschule Rahmede, waren bereits vor Ort und säuberten mit Neutralreiniger und Wurzelbürsten die teilweise nicht mehr lesbaren 51 Grabsteine und legten die Inschriften wieder frei. Mehr als drei Stunden Arbeit steckte die Gruppe in ihr freiwilliges Tun.

Jörg Remscheidt suchte vor dem Einsatz das Gespräch mit Pastor Dr. Dietmar Kehlbreier, denn: „Die Pflege dieses Grabfeldes hat ab jetzt für uns Reservisten einen hohen Stellenwert.“ Heißt: Ab sofort übernehmen die 65 Mitglieder, soviel gehören zur Kameradschaft in Altena, eine Pflegepatenschaft. „Unser Einsatz hier ist keine Eintagsfliege.“

Die jungen Leute und Ex-Bundeswehrangehörigen schnitten nicht nur den Rasen und die Hecke, sie versetzten auch das Umfeld des Gedenksteines in einen würdigen Zustand.

Die Reservisten planen im kommenden Jahr, die Grabsteine aufzunehmen und neu in die Rasenfläche zu verlegen. Das sei nötig, weil sie in den letzten Jahren deutlich abgesackt seien.

Lob bekam die Reservistenkameradschaft aus dem Rathaus. So führte Remscheidt „natürlich auch ein Gespräch mit unserem Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.“ Der sei dankbar und froh, dass es jetzt Paten für die sensible Aufgabe gäbe. ▪ job

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