Event-Aufzug: Entwässerung nachgebessert

In der Aufzugskabine (großes Bild) wurde gehämmert und gebohrt, Spannungssetzrisse mit austreibendem Harz verschlossen. Roland Ralkenhol zeigt die Schwachstellen. Foto: Bonnekoh

Altena - Unterhalb der Event-Aufzugskabine wird gehämmert und gebohrt. Fast wie zu besten Bauzeiten. Eine schwarze Staubwand schützt den Einstieg vor neugierigen Blicken und unbefugtem Betreten. Denn: Absturzgefahr, die Kabine wurde von den Technikern auf halber Höhe im Schacht festgesetzt!

Was dramatisch aussieht, hat aber keinen wirklich dramatischen Grund. Seit Montag, 16. Februar 2015, sind Monteure dabei, eine zusätzliche, innenliegende Entwässerung speziell rund um die Schachtwand anzubringen. Dazu liegen Rohre vor der Kabine, Schienen und Werkzeug. „Es kam vor, dass ab und zu Tropfen von der Decke herabfielen“, sagt Balkenhol.

Mängel in der Bauausführung hatten dazu geführt, dass das im Fels vorhandene Wasser nicht vollständig auf die geplante Weise abgeführt wurde. Es drang teilweise in den Betonschacht ein. Die bauausführende Firma, aber auch weitere Ingenieure und eben die Fachleute der Verwaltung, kamen überein, noch mehr gegen eindringende Feuchtigkeit zu tun. Deshalb wurden bis gestern die zusätzlichen Rohre und Ablaufschienen restlos montiert. „Wir gehen davon aus, dass jetzt alles passt“, sagt Balkenhol.

Auch Spannungs-Setzrisse im Spritzbeton, speziell im Umfeld der Kabine, bereiteten den Fachleuten durchaus Kopfzerbrechen. „Wir haben dort mit bis zu 15 Bar ein Kunstharz in die Fugen verpresst. Das dehnt sich gewaltig aus und füllt dann problemlos eventuelle Hohlräume“, so der Baufachmann. Das ist an einigen Stellen vor dem Aufzug mit bloßem Auge zu sehen. Aber auch hier heißt es nach den drei Tagen: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.

Probleme hätten diese Risse sicher nicht gemacht, aber wenn Wasser Hohlräume schafft, kann es schon vorkommen, dass dann der Spritzbeton abspringt, was natürlich nicht gewollt ist.

Dass der im übrigen an einigen Stellen im Stollen und vor dem Aufzug heller und dunkler daherkommt, hat einzig etwas mit dem Einbau zu tun. „Das lag an der Mischung, die aufgebracht wurde.“ Weil das schon mal ein paar Stunden auseinanderlag, habe es eben diese Farbunterschiede gegeben. „Völlig ungefährlich und einfach nur Optik“, sagt Balkenhol.

Alle anderen technischen Bereiche des Aufzuges wurden seit Montag ebenfalls unter die Lupe genommen, gereinigt, gewartet und wieder auf den neuesten technischen Stand gebracht.

Am dem heutigen Donnerstag, 19. Februar, fährt der Aufzug wieder – und es sollte vor dem Einstieg in die Kabine auch nicht mehr tropfen. Nicht mal ganz, ganz wenig....

von Johannes Bonnekoh

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