Rentemeister macht Hoffnung

ALTENA ▪ Aus dem bisherigen Interessenten ist ein „zukünftiger neuer Träger“ geworden – bei St. Vinzenz-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister kommt es auf die Nuancen an.

Heute (Montag) berichtete er dem Sozialausschuss über die aktuelle Lage des Krankenhauses. Wieder nannte er keine Namen, wusste aber trotzdem Neues zu berichten. Seine wichtigste Botschaft: In der Chirurgie geht‘s weiter, auch wenn Chefarzt Dr. Hans Hellmut Baumeister zum 30. Juni ausscheidet. Gleich drei neuen Chirurgen lägen unterschriftsreife Verträge vor, sagte Rentemeister und berichtete, dass mit dieser Mannschaft das Spektrum deutlich erweitert werde – und zwar sowohl im Krankenhaus selbst als auch im ambulanten Bereich, weil zwei der neuen Ärzte neben ihrer Tätigkeit im Krankenhaus in die Praxis des niedergelassenen Chirurgen Dr. Michael Strauß einsteigen wollen. Bauch- und Unfallchirurgie, Orthopädie, Fuß- und Handchirurgie, Sportverletzungen, Notfallmedizin – die von Rentemeister verlesene Liste der Zusatzqualifikationen des Dreierteams war lang.

„Wir haben kein Kostenproblem“ – so antwortete der Geschäftsführer auf Ulla Rumps Frage, ob sich das Haus solche Experten überhaupt leisten könne. „Unser Problem sind die Erlöse“ – einmal mehr klagte Rentemeister darüber, dass viele Altenaer das Krankenhaus nicht mehr nutzen, sondern sich benachbarten Kliniken zuwenden. Sehr deutlich gab er zu erkennen, dass ein solches Verhalten dem Erhalt des Hauses abträglich sei.

Rentemeister berichtete auch, dass zur Zeit ein Notarvertrag mit dem „zukünftigen neuen Träger“ in Arbeit sei und dass dazu noch einige Informationen zusammengetragen werden müssten. Außerdem werde von allen Beteiligten intensiv an einem Strukturpapier gearbeitet.

Einen Zeithorizont nannte Rentemeister nur indirekt: Er sei daran interessiert, auch die Phase nach der Übergabe an den neuen Träger zu begleiten, sagte er – deshalb spreche er mit dem darüber, zunächst bis zum Jahresende für St. Vinzenz zu arbeiten.

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