Renovierung geht heute auf die Zielgerade

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Karsten Pieper, Elektrotechnikermeister, erläutert Ulrike Rump die neue Schaltung der Beleuchtung. -

ALTENA - Nicht Pfarrer und Kirchgänger, sondern Maler und Elektriker geben sich derzeit in der Dahler Kirche die Klinke in die Hand. Die evangelisch-reformierte Gemeinde nutzt die Sommerferien für eine längst überfällige Renovierung.

„Die letzte große Renovierung gab’s 1964“, erklärt Ulrike Rump, Presbyterin und gemeinsam mit Daniel Claas für die Instandhaltung der Gebäude der Gemeinde zuständig. Die Farbe sei seit Anfang der 70er Jahre an den Wänden. Vor allem in punkto Elektrik sei seit jeher nicht mehr viel passiert.

„Also haben wir zu Ferienbeginn die Bänke zur Seite geräumt und Handwerker bestellt“, teilt Presbyterin Rump mit. Zunächst kamen die Maler. „Ich behaupte, die Kirche war innen schwarz“, lacht Rump und verbessert sich dann: „Na, zumindest grau von der Abluft der Heizung und den Spinnweben.“ Innerhalb eines Tages verwandelten die Anstreicher das Kirchenschiff wieder in einen hellen, lichtdurchfluteten Raum. Decke und Wände wurden in Spritztechnik geweißt. Die Fensterbänke erhielten einen dunkelgrauen Anstrich.

„Außerdem wurden die Fenster versiegelt und verkittet“, schildert Rump. Einzelne Scheiben seien schon lose, eine neue Einfassung also dringend von Nöten gewesen.

Die umfangreichsten Arbeiten kamen jedoch auf die Elektriker zu. „Die Stromversorgung war so alt; es gab sogar ein Erdungsproblem“, erinnert sich die Presbyterin: „Wir wollten aber auch nicht alle Wände aufstemmen.“ Die Kirche innen komplett neu verputzen, das galt es zu vermeiden. Die Techniker verlegten nun sämtliche Kabel in Fußbodenleisten, inklusive einiger praktischer Raffinessen. So ist der Beamer in Zukunft auch von der Kanzel zu steuern. Wer dort spricht, kann selbst das nächste zu projizierende Bild auswählen.

Flexibler ist die Gemeinde zukünftig auch bei der Beleuchtung. „Als Ergänzung zu den Pendelleuchten gibt es neue Deckenstrahler“, freut sich Ulrike Rump. Acht Löcher wurden dazu im Altarraum in die Decke gebohrt. Vier weitere, dimmbare Strahler setzen ab sofort Akzente an den Seitenwänden.

Mit der Verlegung eines neuen Teppichbodens auf der Empore geht die Kirchenrenovierung heute (Montag) auf die Zielgerade. „Der Schreiner muss noch Aussparungen in die Holzbänke sägen, damit sie trotz der neuen Kabelkanäle an die Wände passen“, kündigt Rump an. Dann könne auch schon die Grundreinigung folgen. Derzeit sehen Fenster und Bänke nämlich noch recht staubig aus.

Finanziert wird die Renovierung der Kirche an der Hasenkampstraße vom Förderverein und aus dem Gemeindehaushalt. „Außer kleineren Reparaturarbeiten dürfte es das für die nächsten Jahre erst einmal gewesen sein“, blickt Rump zufrieden auf das Zwischenergebnis: „Wir haben viel Zeit in die Vorbereitung der Renovierung investiert. Da ist es schön zu sehen, wie nun alles umgesetzt wird.“ -pia

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