Remise auf der Burg wird Stück für Stück zerlegt

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Stück für Stück nehmen die Mitarbeiter der Bauhütte Knepper die Remise auseinander.

ALTENA – Stück für Stück gehen die Arbeiten für den Bau des Burgaufzuges voran. Stück für Stück wird seit Montagvormittag auch die Remise auf dem oberen Burghof zerlegt.

In der Sprache des Restaurators heißt der Abbau eines historischen Gebäudes und später der originalgetreue Wiederaufbau: Translozieren. Beauftragt wurde für die Arbeiten eine Fachfirma aus Dortmund.

Wilfried Knepper ist Maurermeister und Fachrestaurator. Mit vier Mitarbeitern seiner gleichnamigen Bauhütte sind die Dortmunder vor Ort. Schon am ersten Tag hatten sie den Dachstuhl des linksseitigen Flügels der Remise fast komplett entfernt. „Dabei kennzeichnen wir jedes Teil mit so genannten Scharfzeichen, das sind Zimmermannszeichen mit denen wir genau kartieren können, wo welches Teil später wieder eingesetzt werden muss“, erklärt der Restaurator. Zuvor wurden alle einzelnen Bauteile zudem fotografiert.

Mit seiner Firma ist Wilfried Knepper auf solche Arbeiten spezialisiert. „Wir arbeiten nur mit historischen Handwerkstechniken“, betont der Dortmunder. Das bedeutet auch, dass häufig auf Metall; Zement oder Gips verzichtet wird. „Wir arbeiten häufig mit Lehm.“

Vom Zustand der Remise auf dem Burghof ist Knepper fast begeistert. „Die Substanz ist zu 90 Prozent in Ordnung“, so der Firmenchef. Kleinere Schäden habe es durch Braunfäule, Schlupfwespen und Holzwürmer gegeben. „Aber das ist alles nicht so schlimm. Wir haben schon Häuser restauriert, die zu 70 bis 80 Prozent beschädigt waren“, so Knepper.

Die Teile der Remise werden in dieser Woche in einem angemieteten Lager in der Nette deponiert. Für den Abbruch des Gebäudeteils benötigt die Fachfirma etwa ein bis zwei Wochen.

von David Schröder

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