Remise der Burg Altena steht auf tönernen Füßen

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Bild von den Grabungen in der Remise auf der Burg Altena. Das Fundament des Bauwerks ist gut zu sehen – es ruht nicht, wie erhofft, auf gewachsenem Fels. ▪

ALTENA ▪ Unliebsames hat Archäologe Dr. Stefan Eismann bei seinen Arbeiten in der Remise auf der Burg Altena ans Licht gebracht: Die Fundamente des Fachwerkbaus ruhen nicht – wie zunächst gedacht – auf Fels.

Zwischen ihnen und dem Gestein des Klusenberges liege eine nicht unerhebliche Schicht Erdreich, bestätigte am Mittwoch Ursula Erkens von der Pressestelle des Märkischen Kreises. Konsequenz: Eismann musste seine Grabungen einstellen, Experten beraten jetzt, was als nächstes zu tun ist.

Die Baufachleute befürchten, dass das Erdreich zwischen den Streifenfundamenten und dem Fels beim Bau des Schachtes für den Burgaufzug ins Rutschen geraten und das Bauwerk dadurch Schaden nehmen könnte. Deshalb werde jetzt geprüft, ob die Remise abgetragen und nach Fertigstellung des Aufzugs wieder auf gebaut werden müsse, bestätigte Erkens.

Gelassen reagiert man bei der Stadt: „Vielleicht reicht ja auch eine Abstützung“, beschwichtigte Jürgen Wagner, im Bauamt der Stadt Altena für Baudenkmäler und damit auch für die Burg zuständig. Er berichtete auch, dass das Fachwerkgebäude zu den neueren Bestandteilen der Burganlage gehöre – sie sei erst vor etwa 40 Jahren erbaut worden. ▪ Von Thomas Bender

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