Baby-Boom in der Burgstadt

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Sarah (geb. Hochfelde) und Janith Thuiyadura freuen sich über die Geburt von Danilo. Der kleine Mann kam ebenfalls in Iserlohn zur Welt. Bei seiner Geburt wog er 3170 Gramm und maß stolze 54 Zentimeter. ▪

ALTENA ▪ „Die wollten uns im Krankenhaus schon fast stapeln“, sagt eine junge Mutter aus Altena. Der vergangene Juni wurde für die Hebammenpraxis von Kirsten ten Kate zum absoluten Rekordmonat. Insgesamt 18 Kinder wurden mit Hilfe der Altenaer Hebammen gesund zur Welt gebracht.

Diese Zahlen sind für die Burgstadt schon sehr erstaunlich. Da lohnt sich ein Blick zurück. Was war denn los im September und Oktober 2012? Eigentlich nicht viel. Dies lässt sich zumindest beim Blick in die damaligen Ausgaben des Altenaer Kreisblatts feststellen. Der Lennestein hatte aufgrund der Umbauarbeiten noch geschlossen. Da kann der Autor dieser Zeilen nur mutmaßen: Wenn man schon nicht feiern gehen konnte, dann nutzten die Paare ihre Zeit in der Burgstadt wohl anders.

Anregungen gab es vielleicht auch beim ersten gemeinsamen Familienfest des Familienzentrums Altena. Am 15. September 2012 hatten alle Kindergärten der Burgstadt in den Garten der Burg Holtzbrinck eingeladen.

Für die Hebammen aus Altena war der Juni 2013 vor allem ein Monat mit langen Arbeitszeiten. „Da muss man nicht nur die Geburten bedenken, sondern auch die Nachbetreuung“, verdeutlicht Kirsten ten Kate. Vor allem die letzte Juniwoche bedeutete Dauerstress für ihre Mitarbeiterinnen. „Da bin ich Dienstagmorgen um 11 Uhr ins Krankenhaus gefahren und kam am Mittwochvormittag um 9 Uhr wieder raus“, erzählt Hebamme Christina Mirsemann. Hervorzuheben ist auch, dass alle Kinder gesund und munter das Licht der Welt erblickten.

Im Rathaus vernimmt man die Kunde vom plötzlichen Baby-Boom natürlich gerne. Wegen der ungünstigen Entwicklung der Einwohnerzahlen hat Stadtkämmerer Stefan Kemper ein Auge auf solche demografischen Zahlen. Letztens konnte er eine recht günstige Entwicklung bei den 25- bis 35-Jährigen (also bei potenziellen neuen Eltern) vermelden: Ihr Zahl gehe weniger stark zurück als die anderer Bevölkerungsgruppen, sagte er. Unklar ist allerdings, ob das ein einmaliger Effekt oder ein länger anhaltender, womöglich durch die günstigen Immobilienpreise beeinflusster Trend ist: „Das wissen wir erst, wenn wir das ein paar Jahre lang beobachtet haben“, sagte Kemper. Zurzeit wartet er auf die Angaben der Landesstatistiker zur Bevölkerungsentwicklung in 2012. Seine Prognose: Es gibt einen weiteren Bevölkerungsrückgang, allerdings nicht mehr ganz so gravierend wie in den Vorjahren.

„Die Wanderungsverluste sind weniger geworden“, stellt Kemper mit Blick auf die vergangenen zwei Jahre fest. Eine der jüngeren Bevölkerungsgruppen wächst sogar in der Burgstadt. In den letzten Jahren zogen mehr Frauen zwischen 30 und 35 Jahren nach Altena. ▪ David Schröder

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